Kurz vor seinem Kampf gegen Arslanbek Makhmudov am Samstag, 11. April, im Tottenham Hotspur Stadium in London hat Tyson Fury auf Aussagen von Oleksandr Usyk reagiert. Der Brite wies den Gedanken zurück, ausgerechnet Usyks letzter Gegner im Profiboxen zu werden. Für den Schwergewichtler ist der Abend damit nicht nur sportlich wichtig, sondern auch ein Test dafür, wie viel Zugkraft sein Name im Titelrennen noch besitzt.
Fury sprach im Interview mit dem YouTube-Kanal des Ring Magazine ungewöhnlich scharf über Usyks Vorstoß und machte klar, dass er dem Thema derzeit wenig abgewinnen kann. Gleichzeitig kommentierte er auch Usyks jüngste Trainingseinheiten mit Anthony Joshua vergleichsweise gelassen und betonte, jeder Boxer könne mit dem Team arbeiten, das er für richtig halte.
Aus europäischer Sicht ist die Konstellation besonders relevant: Fury boxt in London, Usyk ist als ukrainischer Weltmeister in ganz Europa eine der prägenden Figuren der Gewichtsklasse. Entsprechend groß ist auch das Interesse in der DACH-Region, weil ein überzeugender Fury-Auftritt die Diskussion über einen weiteren großen Schwergewichtskampf sofort neu anheizen würde.
Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 23:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz voraussichtlich über die jeweils angekündigte internationale Streaming-Plattform des Veranstalters; die finale DACH-Ausstrahlung hängt von den regionalen Rechten ab.
Sportlich steht für Fury viel auf dem Spiel. Nach den jüngsten Turbulenzen braucht er einen klaren, souveränen Sieg, um sich wieder als ernsthaften Faktor im WM-Geschehen zu positionieren. Gelingt ihm das nicht, wächst der Abstand zur aktuellen Spitze um Usyk spürbar. Liefert er dagegen dominant ab, dürfte der Ruf nach einem neuen Topduell schnell lauter werden. Genau darauf wird in London zu achten sein.