Hrgovic vs. Itauma: Erfahrener Schwergewichtler bremst den Hype um den Briten

Dmitriy Kel 2. April 2026 11:00

Im Schwergewicht wächst das Interesse an einem möglichen Duell zwischen Filip Hrgovic und Moses Itauma. Der Kroate machte im Gespräch mit The Ring deutlich, dass er den Hype um den ungeschlagenen Briten für verfrüht hält und sich selbst als Gegner sieht, der offene Fragen beantworten könnte.

Für europäische Boxfans ist das besonders relevant: Hrgovic gehört seit Jahren zu den bekanntesten Schwergewichtlern des Kontinents, während Itauma als eines der größten Talente aus Großbritannien gilt. Damit wäre ein möglicher Kampf nicht nur ein Gradmesser für die nächste Generation, sondern auch ein wichtiges europäisches Duell in einer Gewichtsklasse, die dringend neue Spitzenpaarungen braucht.

Hrgovic stellte klar, dass ihn Itaumas Stil nicht abschreckt. Er habe in seiner Karriere bereits oft gegen Rechtsausleger geboxt und sehe keinen Grund, sich von der öffentlichen Euphorie mitreißen zu lassen.

Sein zentraler Punkt: Itauma wirke explosiv und athletisch, habe aber bislang kaum Phasen überstehen müssen, in denen ein Schwergewichtskampf wirklich unangenehm wird. Nach Ansicht des Kroaten durfte der 21-Jährige das Tempo seiner bisherigen Auftritte meist selbst bestimmen, ohne dauerhaft unter Druck gesetzt zu werden.

Genau darin liegt die sportliche Brisanz. Hrgovic muss nach wechselhaften Monaten beweisen, dass er im erweiterten Kreis der Weltklasse weiter eine Rolle spielt. Itauma wiederum muss zeigen, dass er mehr ist als ein spektakulärer Finisher gegen ausgewählte Gegner. Ein Sieg über einen robusten, erfahrenen Mann wie Hrgovic würde seinen Anspruch auf Kämpfe gegen die nächste Ebene der Division massiv stärken. Verliert er, bekäme der Aufbau des Briten einen spürbaren Dämpfer.

Zuletzt stoppte Itauma Jermaine Franklin in Runde fünf. Sollte der Kampf gegen Hrgovic tatsächlich zustande kommen, wird genau zu beobachten sein, wie der junge Brite reagiert, wenn er über mehrere harte Runden Widerstand, Treffer und taktische Anpassungen bewältigen muss. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob aus dem Gedankenspiel eine der interessantesten europäischen Schwergewichtsansetzungen des Jahres wird.

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