Aus dem angekündigten Duell zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao wird am 19. September kein regulärer Profikampf, sondern eine Exhibition. Das bestätigte Mayweather selbst und lenkt damit den Fokus weg vom sportlichen Wert hin zur Inszenierung eines der bekanntesten Duelle der Boxgeschichte. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist vor allem die Primetime-Frage offen, denn gerade Nostalgie-Events mit US-Stars erzielen auch in der DACH-Region regelmäßig starke Abrufzahlen.
Damit verändert sich die Einordnung dieses zweiten Aufeinandertreffens deutlich. Der erste Kampf von 2015 war wirtschaftlich ein Ausnahmeereignis, sportlich blieb er für viele Beobachter jedoch hinter den Erwartungen zurück, weil beide Stars nicht mehr auf ihrem absoluten Höhepunkt standen. Die neue Ansetzung trägt diesem Eindruck Rechnung: Weniger Vermächtnis, mehr Spektakel.
Mayweather hat laut The Ring zudem erklärt, dass auch eine weitere Exhibition mit Mike Tyson auf seinem Plan steht. Das passt zu seiner Karriere nach dem offiziellen Rücktritt. Statt Titelkämpfen setzt der frühere Weltmeister in fünf Gewichtsklassen auf Events mit maximaler Aufmerksamkeit und kalkulierbarem Risiko.
Auch für Pacquiao verschiebt sich damit die Perspektive. Ein echter Rückkampf hätte sofort Fragen nach Form, Tempo und Konkurrenzfähigkeit auf Topniveau aufgeworfen. Als Showkampf lebt das Event nun vor allem von Namen, Geschichte und Vermarktung. Für europäische Fans bleibt das relevant, weil kaum ein Boxduell der vergangenen Jahrzehnte global so bekannt war wie Mayweather gegen Pacquiao.
Noch offen sind Regeln, Austragungsort und Übertragung. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich erst in der Nacht auf den 20. September gegen 5.00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in der DACH-Region aller Wahrscheinlichkeit nach per Pay-per-View oder Streaming, eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus. Genau diese Details dürften nun darüber entscheiden, ob Teil zwei mehr wird als ein reines Nostalgieprodukt.