Mit seinem jüngsten Auftritt setzte der dominikanische Federgewichtler ein klares Zeichen: Gegen Jan Camacho beendete er den Kampf bereits in der ersten Runde und hinterließ damit offenbar nachhaltigen Eindruck beim früheren Weltmeister in mehreren Gewichtsklassen. International baut Núñez seinen Namen noch auf, doch ein öffentliches Lob von einer Figur wie Durán kann diesen Prozess deutlich beschleunigen – gerade in einer Federgewichtsklasse, die nach neuen Herausforderern sucht.
Nach dem Kampf fand Durán deutliche Worte für Núñez. „Dieser Junge hat explosive, harte und extrem schnelle Hände. Ich habe keinen Zweifel, dass er schon bald Weltmeister wird. Behaltet ihn im Auge“, sagte Durán. Diese Rückendeckung wiegt in diesem Sport schwer, auch wenn es bereits eine Verbindung zum Lager des Boxers gibt: Roberto Durán Jr. arbeitet in seiner Ecke als Co-Trainer.
Núñez richtet den Blick nun offenbar nach oben. Sein Team will einen Kampf gegen Rafael Espinoza (28-0, 24 K.o.) organisieren, den aktuellen WBO-Weltmeister im Federgewicht. Dieses Duell wäre sofort ein Härtetest auf Weltniveau. Für Núñez ginge es darum zu zeigen, dass er mehr ist als ein ungeschlagener Aufbaukämpfer mit Momentum. Für Espinoza wäre es die nächste Gelegenheit, einen weiteren unbesiegten Gegner abzuwehren und seine Stellung an der Spitze zu festigen.
Für Fans in Europa ist das Thema trotz fehlender direkter DACH-Verbindung relevant, weil das Federgewicht derzeit offen für neue Namen unterhalb der ganz großen Stars ist. Auffällig ist zudem die Effizienz von Núñez: Sein letzter Sieg endete nach nur einer Runde, was seine aktuelle Form und seinen schnellen Zugriff im Kampf unterstreicht. Kommt das Duell mit Espinoza zustande, dürfte sich rasch zeigen, ob aus dem Hype tatsächlich ein WM-Kampf wird.