Tyson Fury vs. Anthony Joshua in London: Furys Usyk-Seitenhieb schärft das britische Schwergewichtsduell

Andrey Karlov 23. März 2026 10:52
Tyson Fury. Getty Images

Zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua bekommt die Debatte um den lange ersehnten Schwergewichtskampf neue Schärfe. Während Fury am 11. April in London gegen den schlagstarken Arslanbek Makhmudov (21-2, 19 KOs) antreten soll, richtet er den Blick bereits klar auf ein mögliches britisches Duell mit Joshua. Für den europäischen Boxmarkt wäre das weit mehr als nur ein großer Name-gegen-Name-Kampf: Es wäre eines der seltenen Schwergewichtsereignisse, das in der Primetime auf diesem Kontinent maximale Zugkraft hätte.

Fury macht keinen Hehl daraus, dass Joshua für ihn weiter ein zentrales Ziel bleibt. Zugleich wertet er dessen aktuelle Nähe zu Oleksandr Usyk nicht als taktischen Vorteil. Die Botschaft dahinter ist eindeutig: Selbst mit prominenter Unterstützung in der Ecke sieht Fury bei Joshua keine entscheidende Antwort auf seinen Stil, seine Reichweite und seine Ringintelligenz.

Für die Gewichtsklasse steht viel auf dem Spiel. Ein Sieg Furys gegen Makhmudov würde ihm nach den Rückschlägen gegen Usyk wieder Momentum geben und die Tür zu einem lukrativen Showdown mit Joshua öffnen. Joshua wiederum braucht genau diesen einen Erfolg gegen einen direkten Topnamen, um sich im Rennen um die Spitze des Schwergewichts endgültig zurückzumelden.

Auch aus DACH-Sicht bleibt das Szenario hochrelevant. Schwergewichtskämpfe mit Fury, Joshua und Usyk haben in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiter eine große Reichweite, weil sie die internationale Hackordnung der Königsklasse definieren. Joshua trainiert derzeit im Umfeld von Usyk unter Igor Golub, seine Rückkehr wird für Juli angepeilt.

Der nächste Schritt ist dennoch klar: Fury muss in London zunächst Makhmudov bestehen. Erst wenn beide Seiten weiter gewinnen, kann aus einem jahrelangen Gesprächsthema endlich ein echter Hauptkampf werden.

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