Miller gegen Pero bei Matchroom Boxing in Las Vegas: WBA-Ausscheidungskampf mit Folgen für die Schwergewichtsspitze

Andrey Karlov 18. März 2026 16:55
Jarrell Miller. Getty Images

Im Schwergewicht steht am 25. April in Las Vegas ein richtungsweisender Kampf an: Jarrell Miller trifft bei Matchroom Boxing auf Lenier Pero, übertragen von DAZN. Für den Sieger öffnet sich im WBA-Ranking die Tür zu deutlich größeren Aufgaben – in einer Gewichtsklasse, die nach den nächsten klaren Herausforderern sucht.

Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des 26. April gegen 05:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz über DAZN. Für Fans in Europa ist das Duell trotz fehlender DACH-Verbindung relevant, weil die WBA-Hierarchie im Schwergewicht direkt betroffen ist – und damit auch mögliche spätere Konstellationen rund um Oleksandr Usyk.

Miller geht mit einer Bilanz von 27-1-2 und 22 K.o.-Siegen in den Fight. Nach langer Unterbrechung meldete sich der US-Amerikaner im Januar mit einem Punktsieg gegen Kingsley Ibeh zurück. Der 36-Jährige muss nun zeigen, dass er nicht nur ein bekannter Name ist, sondern sportlich wieder an die Spitze heranrücken kann. Gerade nach seiner wechselhaften Karriere wäre ein weiterer Rückschlag schwer aufzufangen.

Auf der anderen Seite steht mit Pero ein ungeschlagener Kuba-Linksausleger, der bei 13-0 steht und acht vorzeitige Siege mitbringt. Der WBA-Nummer-zwei fehlt noch der ganz große Name im Rekord. Genau das macht diesen Abend so wichtig: Gewinnt er gegen Miller, wird seine Position als ernsthafter Herausforderer kaum noch zu übergehen sein. Sein Stil gilt als technisch sauberer und variabler als der vieler klassischer Puncher der Klasse.

Sportlich prallen zwei Profile aufeinander: Millers Druck, hohe Schlagfrequenz und Präsenz gegen Peros Reichweite, Timing und Rechtsausleger-Probleme für orthodoxe Gegner. Im WBA-Bild mit Super-Champion Usyk und dem regulären Titelträger Murat Gassiev könnte dieser Eliminator die nächste Bewegung erzwingen. Nach dem 25. April dürfte klarer sein, wer im Schwergewicht tatsächlich an die Tür zur Weltspitze klopft.

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