Am Samstag trifft Junior dos Santos bei einem Event von Most Valuable Promotions auf Robelis Despaigne. Der ehemalige UFC-Schwergewichts-Champion macht klar: Mit einem Sieg will er sich für ein Rematch gegen Francis Ngannou in Stellung bringen. Für europäische Fans ist das Duell trotz fehlender DACH-Verankerung relevant, weil es zwei bekannte Namen aus dem internationalen Schwergewicht zusammenbringt und direkte Auswirkungen auf die öffentliche Rangordnung außerhalb der UFC haben kann.
Im Gespräch mit Ariel Helwani erklärte dos Santos, dass ihn die Aussicht auf einen zweiten Kampf gegen Ngannou besonders antreibt. Voraussetzung sei jedoch, dass er seine Aufgabe gegen Despaigne überzeugend löst. Aus sportlicher Sicht ist das mehr als eine Zwischenstation: Dos Santos muss beweisen, dass Timing, Schlagkraft und Nehmerqualitäten auf hohem Niveau noch vorhanden sind.
Die erste Begegnung mit Ngannou endete im Juni 2019 deutlich. Damals stoppte der Kameruner den Brasilianer in Runde eins und untermauerte damit seinen Aufstieg an die Spitze der Königsklasse. Ein zweites Duell hätte deshalb eine klare sportliche Erzählung: dos Santos bekäme die Chance zur Korrektur einer schmerzhaften Niederlage, Ngannou könnte seine frühere Dominanz erneut bestätigen.
Zunächst wartet aber Despaigne – und der Kubaner ist stilistisch heikel. Seine Physis, Explosivität und sein Hintergrund im Standkampf machen ihn gerade in der Anfangsphase gefährlich. Für dos Santos steht damit viel auf dem Spiel: Ein überzeugender Auftritt würde seine Relevanz im Schwergewicht spürbar erhöhen, eine Niederlage würde die Forderung nach großen Namen sofort ausbremsen.
Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich in der Nacht auf Sonntag gegen 05:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in der DACH-Region voraussichtlich über den offiziellen Streaming-Zugang des Veranstalters beziehungsweise per internationalem Online-Stream. Nach dem Wochenende wird sich zeigen, ob aus einer Absichtserklärung ein echter Vorstoß in Richtung Ngannou wird.