Kurz vor seinem nächsten MMA-Auftritt setzt Francis Ngannou den Ton selbst: Der frühere UFC-Schwergewichtschampion bezeichnet sich als den besten Kämpfer der MMA-Geschichte.
Am 17. Mai trifft Francis Ngannou in Los Angeles bei MVP Los Angeles auf Felipe Lins. Für den früheren UFC-Champion ist es der erste MMA-Kampf seit der Trennung von der PFL und ein richtungsweisender Test im Schwergewicht. Für Fans in Europa ist das Duell trotz US-Bühne relevant, weil Ngannou als globales Zugpferd weiter Einfluss auf die internationale Kräfteordnung der Königsklasse hat.
Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich in den frühen Morgenstunden des 18. Mai gegen 5.00 Uhr MESZ. Eine offizielle Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz war zuletzt noch nicht flächendeckend bestätigt; maßgeblich sind die Ankündigungen des Veranstalters Most Valuable Promotions und der jeweiligen Streaming-Partner.
Sportlich geht es für beide um viel. Ngannou muss belegen, dass Schlagkraft, Timing und Physis nach seiner Boxphase und der längeren MMA-Pause sofort wieder auf Spitzenniveau abrufbar sind. Lins bekommt dagegen die Chance, mit einem Sieg über den deutlich größeren Namen seine Karriere mit einem Schlag neu auszurichten.
Vor dem Kampf zeigte sich Ngannou demonstrativ selbstbewusst. Bei der Pressekonferenz erklärte er, er sei der beste Kämpfer in der Geschichte des MMA. Zugleich verwies er darauf, dass ihm die Rückkehr leichtfalle, obwohl er zwischenzeitlich den Fokus auf das Boxen gelegt hatte.
Genau darin liegt der Kern dieses Main Events. Ngannou bleibt einer der bekanntesten Schwergewichtler außerhalb der UFC. Doch jeder Wechsel zwischen Disziplinen kostet Rhythmus. Wenn er in Los Angeles explosiv und präzise wirkt, werden sofort größere Paarungen diskutiert. Gerät er ins Stocken, verschiebt sich die Debatte von Größe zu Haltbarkeit. Nach dem 17. Mai dürfte also schnell klarer sein, ob Ngannou noch einmal Kurs auf die absolute Spitze nimmt.