Nach UFC 328 hat Josh Hokit den ehemaligen Mittelgewichts-Champion Khamzat Chimaev über soziale Medien zu einem Kampf aufgefordert. Der Vorstoß kam in den Tagen nach dem Event online und zielte auf ein Duell, das sportlich ungewöhnlich, medial aber sofort wirksam ist. Für europäische Fans ist das Thema auch deshalb relevant, weil Chimaev in Schweden aufgewachsen ist und in Europa seit Jahren zu den bekanntesten Namen im MMA zählt.
Hokit machte deutlich, dass ihn der Gewichtsunterschied nicht abschreckt. Genau solche Forderungen sorgen in der UFC schnell für Aufmerksamkeit, weil sie zwei Klassen, zwei Profile und zwei Erzählungen miteinander verbinden. Chimaev steht für permanenten Vorwärtsdruck und starkes Ringen, Hokit versucht das mit Größe, Physis und Nehmerqualitäten zu kontern.
Im Zentrum steht aber vor allem die sportliche Lage von Chimaev. Er kommt aus einer Split-Decision-Niederlage gegen Sean Strickland im Hauptkampf von UFC 328. Damit ist klar: Der nächste Schritt entscheidet viel. Ein Sieg im folgenden Kampf könnte ihn rasch wieder in die Titelgespräche bringen, eine weitere Niederlage würde seinen bisherigen Status als dauerhafter Spitzenkandidat spürbar beschädigen. Für Hokit wäre ein gebuchter Kampf gegen Chimaev ein klassischer High-Risk-High-Reward-Move. Schon die Ansetzung würde seine Sichtbarkeit im Schwergewicht deutlich erhöhen.
Eine offizielle Kampfansetzung gibt es bislang nicht, entsprechend sind Sendezeit und Übertragung in der DACH-Region noch offen. Sollte die UFC das Duell ernsthaft prüfen, dürfte es vor allem an der Gewichtsthematik und an Chimaevs Platz im Titelrennen hängen. Entscheidend wird nun sein, ob Chimaev reagiert und ob die Matchmaker genug sportlichen und kommerziellen Wert in diesem ungewöhnlichen Szenario sehen.