Sean Strickland vs. Khamzat Chimaev bei UFC 328: Warum Jorge Masvidal schon von Hall of Fame spricht

Dmitriy Kel 12. Mai 2026 18:20

Nach UFC 328 steht Sean Strickland erneut im Zentrum der Mittelgewichtsklasse. Der US-Amerikaner besiegte Khamzat Chimaev am Wochenende im Hauptkampf des Events per Split Decision und holte sich damit den UFC-Titel bei 84 Kilogramm zurück. Für die Division ist das ein Einschnitt, weil aus dem oft unterschätzten Veteranen nun endgültig ein Faktor mit historischer Reichweite wird.

Jorge Masvidal legte sich kurz nach der Veranstaltung fest: Für ihn hat Strickland inzwischen genug vorzuweisen, um später in die UFC Hall of Fame aufgenommen zu werden. Gemeint ist nicht nur der knappe Erfolg gegen Chimaev, sondern die Entwicklung über Jahre. Strickland gewann bereits gegen Israel Adesanya überraschend den Gürtel, behauptete sich nach dem Wechsel aus dem Weltergewicht dauerhaft im Mittelgewicht und schlug dort eine Reihe etablierter Namen sowie aufstrebender Herausforderer.

Gerade für Fans in Europa bleibt Chimaevs Rolle in dieser Geschichte relevant. Der in Tschetschenien geborene und in Schweden groß gewordene Kämpfer ist auf dem Kontinent besonders präsent, weshalb sein Titelanlauf auch in der DACH-Region stark verfolgt wurde. Dass Strickland ihn über fünf Runden ausbremste und am Ende auf den Punktzetteln vorn lag, verändert die Lage an der Spitze spürbar.

Sportlich steht nun viel auf dem Spiel. Strickland muss in seiner zweiten Regentschaft beweisen, dass er mehr ist als ein Champion in einzelnen Momenten. Chimaev wiederum wird trotz der Niederlage im Kreis der Top-Herausforderer bleiben. Genau deshalb dürfte die UFC bald zwischen einem direkten Rückkampf und einem neuen Titelanwärter entscheiden. Stricklands nächste Titelverteidigung wird zeigen, ob aus diesem Comeback eine prägende Ära wird.

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