Imavov vs. Strickland bei UFC 328: Neuer Druck auf den Mittelgewichts-Champion

Alexander Ormanji 11. Mai 2026 11:34

Nach UFC 328 hat Nassourdine Imavov einen Titelkampf gegen Sean Strickland ins Gespräch gebracht. Der Franzose erklärte unmittelbar nach der Veranstaltung, dass er bereit sei, den neuen UFC-Champion im Mittelgewicht anzugreifen und dessen Lauf früh zu stoppen.

Für europäische Fans ist das besonders interessant, weil Imavov seit Jahren einer der wichtigsten Namen des französischen MMA ist und in Europa entsprechend viel Aufmerksamkeit bindet. Sollte das Duell offiziell angesetzt werden, hätte die Division bei 84 Kilogramm sehr schnell wieder ein klares Zentrum.

Sportlich wäre der Kampf hochrelevant. Strickland muss nach seinem Titelgewinn beweisen, dass er mehr ist als ein Champion eines starken Abends. Imavov wiederum braucht den großen Sieg gegen die absolute Spitze, um vom Top-Anwärter zum ernsthaften Titelmann zu werden. Genau darin liegt die Brisanz dieses möglichen Matchups.

Stilistisch ist die Ansetzung ebenfalls schlüssig. Strickland lebt von konstantem Vorwärtsdruck, hohem Schlagvolumen und seiner Fähigkeit, Gegner in unangenehme Gefechte zu zwingen. Imavov setzt dem eine ruhigere, technisch saubere Schlagarbeit und gutes Distanzgefühl entgegen. Gerade diese Gegensätze machen den Kampf glaubwürdig und sportlich reizvoll.

Ein weiterer Punkt: Imavov hatte nach dem Event offen erkennen lassen, dass ihn das Ergebnis überrascht hat. Für ihn zählt aber vor allem, wer am Ende den Gürtel trägt. Und genau deshalb richtet sich sein Fokus jetzt auf Strickland.

Der Ausgang hätte direkte Folgen für die Titelhierarchie. Gewinnt Imavov, wäre er schlagartig im Zentrum der Mittelgewichtsklasse. Setzt sich Strickland durch, festigt er seinen Status als echter Champion. In den kommenden Wochen dürfte entscheidend werden, ob die UFC dieses Duell tatsächlich forciert oder zunächst einen anderen Herausforderer vorzieht.

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