Ein möglicher Aufstieg von Khamzat Chimaev beschäftigt bereits UFC-Halbschwergewichtler Khalil Rountree Jr. Der US-Amerikaner machte in dieser Woche deutlich, dass er eine solche Verstärkung in seiner Gewichtsklasse lieber nicht erleben würde. Mit Blick auf ein mögliches Antreten Chimaevs bei 205 Pfund sagte Rountree offen, dass ihn der Gedanke beunruhigt — vor allem wegen der Erfahrungen aus gemeinsamen Trainingseinheiten. In einer Division, die hinter den etablierten Namen ohnehin nach frischen Herausforderern sucht, würde Chimaevs Ankunft die Lage sofort neu ordnen.
Im Gespräch mit MMA Junkie erklärte Rountree, dass er zwiegespalten reagierte, als er erstmals hörte, Chimaev denke über einen Wechsel ins Halbschwergewicht nach. Seine ehrliche Reaktion sei Frust gewesen, denn ein Kämpfer von Chimaevs Kaliber wäre für alle, die dort bereits um ihre Position kämpfen, ein zusätzliches gefährliches Hindernis.
Diese Einschätzung hat Gewicht, weil Rountree mit ihm trainiert hat. Nach Aussage des Amerikaners ist Chimaev ein Kämpfer, der überall Probleme verursacht — im Stand, in Grappling-Situationen und über das Tempo, das er einer Runde aufzwingt. Rountrees Urteil fiel deutlich aus: Gegen Chimaev gibt es keine einfachen Runden, unabhängig von Größe oder Gewichtsklasse. Aus seiner Sicht könnte der Rest der Division ernsthafte Probleme bekommen, falls Chimaev den Schritt nach oben tatsächlich vollzieht.
Für Fans ist genau das der Reiz dieses Gedankens. Chimaev hat sich den Ruf erarbeitet, Titelrennen im Handumdrehen durcheinanderzubringen, und die UFC hat nie gezögert, Stars mit solcher Aufmerksamkeit schnell nach vorn zu schieben. Gleichzeitig wäre das Halbschwergewicht eine völlig andere Herausforderung. Die Schnelligkeit und Athletik, die ihn in niedrigeren Gewichtsklassen so gefährlich machten, würden dort gegen natürlich größere Puncher getestet — darunter auch Rountree, der sich in den vergangenen Jahren zu einem der gefährlichsten Finisher der Division entwickelt hat.
Sollte Chimaev diesen Wechsel tatsächlich vollziehen, wäre das keine bloße Kuriosität. Es wäre ein echter Einschnitt mit direkten Folgen für das Titelbild — und die Reaktion von Kämpfern wie Rountree zeigt, wie ernst dieses Szenario schon jetzt genommen wird.