Paulo Costa will Khamzat Chimaev bei UFC 3XX herausfordern – allerdings nicht im Mittelgewicht, sondern im Halbschwergewicht.
Nicht im Mittelgewicht, sondern eine Klasse höher hat Paulo Costa ein Duell mit Khamzat Chimaev für UFC 3XX ins Gespräch gebracht. Der Brasilianer forderte den amtierenden UFC-Champion im Mittelgewicht in dieser Woche öffentlich heraus und brachte damit ein mögliches Prestige-Duell für eine noch nicht bestätigte Eventkarte auf den Tisch. Für europäische Fans ist das auch deshalb relevant, weil Chimaev in Tschetschenien geboren wurde, lange in Schweden lebte und in Europa eine große Anhängerschaft aufgebaut hat.
Sportlich wäre der Kampf heikel und hochrelevant. Costa sucht nach einer klaren Standortbestimmung gegen einen Titelträger der absoluten Spitze. Chimaev wiederum müsste zeigen, dass sein Vorwärtsdruck und sein Ringen auch oberhalb der 84-Kilo-Grenze dieselbe Wirkung entfalten. Für das Mittelgewicht wäre ein solcher Abstecher ebenfalls brisant: Ein Sieg von Costa würde seinen Namen sofort wieder in die Nähe großer Kämpfe bringen, ein Erfolg von Chimaev würde seine Position als Gesicht der Division weiter festigen und neue Optionen bis ins Halbschwergewicht öffnen.
Hinzu kommt der Stilkontrast. Costa lebt von Physis, Härte und Schlagkraft in offenen Schlagabtauschen. Chimaev zwingt Gegner früh in Rückwärtsbewegung, arbeitet mit enormem Druck und nimmt ihnen oft schon in den ersten Minuten den Rhythmus. Genau dieser Unterschied macht das mögliche Matchup so attraktiv: Costa braucht Raum für seine Offensive, Chimaev nimmt ihn gewöhnlich konsequent weg.
Eine offizielle Ansetzung gibt es bislang nicht. Auch eine Startzeit oder Übertragung für die DACH-Region steht daher noch nicht fest. Sollte die UFC den Vorstoß aufnehmen, werden vor allem drei Punkte entscheidend sein: die vereinbarte Gewichtsklasse, der Termin von UFC 3XX und Chimaevs Bereitschaft, ohne Titel auf dem Spiel nach oben zu gehen. Bis dahin bleibt es ein Callout mit erheblichem Zündstoff.