Vier Niederlagen in Serie haben Israel Adesanya sportlich und mental unter Druck gesetzt. Kamaru Usman stellte nun in seinem Podcast klar, dass er seinen langjährigen Freund weiterhin für stark genug hält, um auf höchstem Niveau im UFC-Mittelgewicht zu bestehen.
Usman sieht dabei weniger technische Defizite als vielmehr die Gefahr schwindenden Selbstvertrauens. Adesanya könne Gegner noch immer auseinandernehmen, sagte der frühere UFC-Champion sinngemäß, doch in einer solchen Phase beginne fast zwangsläufig das Grübeln. Gerade nach Jahren an der Spitze sei der Absturz schwerer zu verarbeiten als in der frühen Karriere, wenn Siege ohne große Zweifel aufeinanderfolgen.
Für europäische Fans bleibt das Thema relevant, auch ohne konkreten nächsten Kampftermin: Adesanya zählt weiterhin zu den bekanntesten Gesichtern der UFC und genießt auch im deutschsprachigen Raum große Aufmerksamkeit. Seine Karriere ist eng mit dem Titelgeschehen im Mittelgewicht verknüpft, weshalb jede Einordnung seiner Form direkte Folgen für die Spitze der Gewichtsklasse hat.
Genau darin liegt der Kern von Usmans Analyse. Wenn Adesanya noch einmal in Richtung Titelrennen eingreifen will, muss er nicht zuerst sein Arsenal neu erfinden, sondern die innere Sicherheit zurückgewinnen. Im Mittelgewicht geht es für ihn längst nicht mehr nur um Rankings, sondern um den Beweis, dass er nach der Negativserie noch einmal als ernsthafter Herausforderer auftreten kann.
Der nächste Schritt dürfte deshalb genau beobachtet werden: Nicht nur wen Adesanya als Nächstes bekommt, sondern in welcher Verfassung er ins Octagon zurückkehrt.