Mit einem spitzen Kommentar hat Arman Tsarukyan den früheren UFC-Interimschampion Colby Covington attackiert. Auslöser ist die Klage, die Covington im Zusammenhang mit dem Angriff von Jorge Masvidal aus dem Jahr 2022 in Miami Beach eingereicht hat. Für Aufsehen sorgt der Fall jetzt erneut in den USA, nachdem Tsarukyan ihn in den sozialen Netzwerken öffentlich lächerlich machte.
Der Leichtgewichtskämpfer schrieb sinngemäß, der „wahre König von Miami“ klage wenigstens nicht, wenn er in eine Schlägerei gerate. Damit griff Tsarukyan eine Affäre auf, die in der UFC seit Jahren nachhallt. Für Fans in Europa ist das Thema auch deshalb relevant, weil Tsarukyan als Kämpfer mit armenischen Wurzeln in vielen europäischen Märkten besonders aufmerksam verfolgt wird und sportlich weiter zur erweiterten Spitze im Leichtgewicht zählt.
Im Zentrum steht jedoch Covingtons Zivilklage gegen Masvidal. Covington fordert mehr als 50.000 US-Dollar Schadenersatz. Laut Klageschrift soll Masvidal ihn vor einem Restaurant in Miami Beach attackiert haben. Covington führt dabei unter anderem eine Hirnverletzung sowie eine beschädigte Rolex an, deren Wert auf rund 15.000 US-Dollar beziffert wurde. Masvidal bekannte sich später wegen einfacher Körperverletzung schuldig und erhielt eine zweitägige Haftstrafe.
Sportlich zeigt der Fall vor allem, wie eng persönliche Fehden und öffentliche Inszenierung im MMA miteinander verknüpft sind. Covington und Masvidal waren einst Trainingspartner bei American Top Team, ehe ihre Beziehung öffentlich zerbrach und in eine der giftigsten Rivalitäten der UFC mündete. Für Covington bleibt die Frage, ob künftig wieder der sportliche Weg in den Vordergrund rückt. Tsarukyan dagegen nutzt jede Gelegenheit, um seine Präsenz außerhalb des Käfigs zu schärfen. Als Nächstes dürfte vor allem beobachtet werden, ob Covington auf den Spott reagiert – oder ob das Thema erneut juristisch statt sportlich weitergeführt wird.