Nach UFC 326 richtet sich der Blick auf ein mögliches Duell zwischen Charles Oliveira und Nate Diaz. Oliveira brachte den Kampf in dieser Woche selbst ins Spiel, während Diaz am 16. Mai unter dem Banner von Most Valuable Promotions gegen Mike Perry in den MMA-Käfig zurückkehren soll. Für europäische Fans ist das vor allem deshalb relevant, weil es einer jener seltenen UFC-Ansätze ist, die sportlichen Wert und Massenmarkt-Potenzial zugleich verbinden.
Oliveira hat sich mit dem klaren Punktsieg über Max Holloway zum BMF-Champion gekrönt und damit seine Position als einer der verlässlichsten Action-Kämpfer im Leichtgewicht weiter gefestigt. Analytisch ist der Erfolg ebenfalls ein Signal: Über fünf Runden hielt der Brasilianer das Tempo hoch und blieb taktisch diszipliniert, ein wichtiger Hinweis darauf, dass er nicht nur über Abschlüsse, sondern auch über Kontrolle auf Top-Niveau kommt.
Ein Kampf gegen Diaz wäre deshalb mehr als ein Show-Booking. Für Oliveira ginge es darum, seinen Status als Headliner auch ohne klassischen UFC-Titel zu untermauern. Diaz wiederum könnte sich mit einem Sieg auf Anhieb wieder in die sportlich relevante Diskussion zurückkämpfen. Genau darin liegt der Reiz für die UFC: Name, Stil und Vermarktung greifen hier ungewöhnlich sauber ineinander.
Auch stilistisch ist das Matchup naheliegend. Oliveira setzt früh Druck, sucht Submissions in fast jeder Phase und bestraft Fehler sofort. Diaz bringt Zähigkeit, hohes Volumen und sein eigenes Grappling-Niveau mit. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz wäre ein möglicher Hauptkampf voraussichtlich tief in der Nacht zu sehen; bei UFC-PPVs beginnt der Main Event in der Regel gegen 6.00 Uhr MEZ beziehungsweise MESZ. In der DACH-Region läuft die UFC üblicherweise über DAZN oder den UFC Fight Pass, abhängig von Event und Rechtepaket.
Noch ist das Szenario an Diazs Auftritt gegen Perry geknüpft. Liefert der Amerikaner dort ab, dürfte die Debatte um Oliveira gegen Diaz schnell konkreter werden.