Serhiy Adamchuk und Vitalie Matei beim K-1 World MAX 2026 Qualifier in Bukarest: Ein klares Signal Richtung Japan

Alexander Ormanji 4. April 2026 10:12

Mit drei Siegen an einem Abend hat sich Serhiy Adamchuk am Donnerstag, 3. April, in Bukarest den Turniersieg beim K-1 World MAX 2026 Qualifier gesichert. Der Ukrainer setzte sich im Finale gegen den Moldauer Vitalie Matei nach Punkten durch und löste damit sein Ticket für das Finalturnier im Dezember in Japan. Für europäische Kickbox-Fans ist das ein starkes Signal, weil sich mit Adamchuk ein in Osteuropa verwurzelter Kämpfer auf einer der traditionsreichsten Bühnen der 70-Kilo-Klasse zurückmeldet.

Der Weg dorthin war überzeugend. Adamchuk stoppte in den ersten beiden Runden des Abends die rumänischen Lokalmatadoren Varga und Enache vorzeitig. Im Endkampf gegen Matei blieb er dann diszipliniert, kontrollierte Tempo und Distanz und holte sich einen einstimmigen Punktsieg. Gerade diese Mischung aus Abschlussstärke in den ersten Kämpfen und taktischer Ruhe im Finale macht den Auftritt in Bukarest sportlich wertvoll.

Auf dem Spiel stand weit mehr als ein regionaler Turniererfolg. Das K-1 World MAX gilt im Limit bis 70 Kilogramm weiterhin als wichtiger Maßstab für internationale Spitzenkämpfer. Wer sich dort behauptet, empfiehlt sich nicht nur für einen Titelrun, sondern auch für größere Paarungen in einer Gewichtsklasse, die seit Jahren besonders tief besetzt ist. Adamchuk musste in Bukarest also beweisen, dass er an einem einzigen Abend unterschiedliche Kampfverläufe lösen kann — genau das ist ihm gelungen.

Eine bestätigte Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz wurde im Vorfeld nicht kommuniziert. Auch eine belastbare Startzeit des Hauptkampfs für die DACH-Region lag nicht vor. Umso mehr richtet sich der Blick nun nach Japan: Dort wird sich zeigen, ob Adamchuk seine Form aus Bukarest gegen deutlich stärkere Konkurrenz konservieren und in einen ernsthaften Angriff auf den K-1-Weltmeistertitel umwandeln kann.

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