Zuffa Boxing treibt den Aufbau seines Boxprojekts weiter voran. In dieser Woche unterschrieben mit den ukrainischen Routiniers Sergiy Derevyanchenko und Vladyslav Sirenko zwei weitere bekannte Namen bei der Firma von Dana White, während beide in den USA trainieren. Damit holt sich das Unternehmen Erfahrung im Supermittelgewicht und Perspektive im Schwergewicht auf einmal in den Kader.
Gerade auf dem US-Markt ist das ein wichtiger Schritt. Neue Boxveranstalter bekommen dort selten sofort Vertrauen, wenn sie nicht früh bekannte und erprobte Kämpfer auf relevante Cards stellen.
Keith Connolly spielt bei diesem Aufbau eine Schlüsselrolle. Er hatte zuvor bereits dabei geholfen, Conor Benn zu Zuffa Boxing zu bringen — ein Schritt, der Berichten zufolge Benns früheren Promoter Eddie Hearn verärgerte. Connolly war zudem daran beteiligt, weitere Namen für Whites ambitioniertes Boxprojekt zu gewinnen, darunter Edgar Berlanga und IBF-Weltmeister im Halbweltergewicht Richardson Hitchins.
Für Derevyanchenko (16-6, 11 K.o.) kommt der Wechsel spät in einer angesehenen Karriere, die fast vollständig in den USA stattfand. Der 40-Jährige aus New York, der bereits zweimal um einen WM-Titel boxte, stand zuletzt im Juli 2024 im Ring und stoppte den erfahrenen Jeremy Ramos in der sechsten Runde. Davor verlor er einstimmig nach Punkten gegen Christian Mbilli. Trotz der Niederlagen besitzt Derevyanchenko wegen der Qualität seiner Gegner weiter einen starken Namen. Im Supermittelgewicht gibt er Zuffa einen verlässlichen Veteranen, der Talente testen oder in gut sichtbaren Kämpfen eingesetzt werden kann.
Auf Instagram bestätigte er die Unterschrift mit den Worten: „Ein neues Kapitel hat begonnen. Ich habe viele Pläne, um Unerledigtes zu Ende zu bringen.“
Sirenko (22-1, 19 K.o.), der ebenfalls in New York lebt, befindet sich sportlich in einer anderen Phase. Mit 31 Jahren versucht er nach der ersten Niederlage seiner Profikarriere wieder in Spur zu kommen. Diese kassierte er im Juli 2024 auf der Undercard von Oleksandr Usyk gegen Daniel Dubois im Wembley-Stadion gegen Solomon Dacres per einstimmiger Entscheidung, damals noch unter dem Banner von Frank Warrens Queensberry Promotions.
Auch er machte den Deal bei Instagram öffentlich: „Ich habe einen Vertrag mit Zuffa Boxing unterschrieben. Das ist ein ambitioniertes Projekt in der Welt des Profiboxens. Bleibt dran — Neuigkeiten, spektakuläre Kämpfe und souveräne Siege liegen vor uns.“
Für Zuffa Boxing sind das keine bloßen Ergänzungen für die Tiefe des Kaders. Derevyanchenko bringt Glaubwürdigkeit, Sirenko liefert im Schwergewicht Entwicklungspotenzial nach. Der nächste entscheidende Schritt folgt nun: beide zügig in Kämpfe zu bringen, die zeigen, ob Dana Whites Boxprojekt nur Namen sammelt oder tatsächlich sportliche Dynamik entwickelt.
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