Nach einem dominanten Sieg über Russlands Arslanbek Makhmudov forderte Tyson Fury Anthony Joshua heraus. Joshua, der am Ring saß, wich nicht aus.
Nach Tyson Furys klarem Erfolg über Arslanbek Makhmudov ist das lange diskutierte Duell mit Anthony Joshua erneut zum Thema geworden. Unmittelbar nach dem Kampf richtete Fury seine Herausforderung öffentlich an Joshua, der den Abend aus der ersten Reihe verfolgte und direkt reagierte. Für den britischen Boxsport wäre ein mögliches Wembley-Duell weit mehr als nur ein weiterer Schwergewichtskampf.
Die Konstellation beschäftigt die Szene seit Jahren. Beide Namen stehen seit fast einem Jahrzehnt regelmäßig nebeneinander: wegen alter Sparringsgeschichten, gescheiterter Verhandlungen und öffentlicher Spitzen in Interviews und sozialen Netzwerken. Genau deshalb wird die neue Annäherung mit Interesse aufgenommen, aber auch mit spürbarer Vorsicht.
Aus europäischer Sicht bleibt das Thema hochrelevant. Fury und Joshua sind die zwei prägendsten britischen Schwergewichte ihrer Generation, ihre Kämpfe haben den Markt in Großbritannien und weit darüber hinaus stark beeinflusst. Auch in der DACH-Region wäre ein Aufeinandertreffen ein Großereignis, selbst ohne unmittelbaren Titelbezug.
Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Fury könnte seinen Anspruch untermauern, der bestimmende britische Schwergewichtler dieser Ära zu sein. Joshua dagegen hätte die Chance, die Erzählung um seine Karriere entscheidend zu drehen und sich im Kreis der Topnamen der Gewichtsklasse neu zu positionieren. Mit Blick auf die von Oleksandr Usyk geordnete Titelhierarchie wäre ein Sieg für den Gewinner auch als Signal an mögliche nächste Herausforderer von erheblichem Wert.
Noch gibt es keinen Vertrag, keinen Termin und keine offizielle Ansetzung für die DACH-Übertragung. Klar ist aber: Die Herausforderung steht, die Antwort ist erfolgt. Nun liegt der nächste Schritt bei den Teams und Veranstaltern, die aus jahrelangen Gesprächen endlich einen unterschriebenen Deal machen müssen.