Der britische Schwergewichtler Moses Itauma traut Landsmann Dereck Chisora am Samstagabend in London einen späten Sieg gegen Deontay Wilder zu.
Am 4. April treffen Dereck Chisora und Deontay Wilder in der Londoner O2 Arena aufeinander. Für beide ist es der 50. Profikampf, für Chisora nach eigener Ankündigung zugleich der letzte Abend seiner Karriere. Damit geht es nicht nur um zwei bekannte Namen, sondern auch um die Frage, wie viel Platz für Veteranen im aktuellen Schwergewicht noch bleibt.
Moses Itauma, eines der spannendsten Talente der britischen Szene, sieht Vorteile bei Chisora. Gegenüber der BBC sagte der ungeschlagene Schwergewichtler, er rechne mit einem Abbruchsieg des Londoners in den mittleren oder späten Runden. Die Einschätzung ist mutig, weil Wilder trotz seines Formeinbruchs weiter als einer der härtesten Puncher der Division gilt.
Für europäische Fans hat das Duell besonderes Gewicht. Chisora ist seit Jahren ein fester Bestandteil großer Boxabende in Großbritannien, seine Kämpfe ziehen auch auf dem Kontinent viel Aufmerksamkeit. Wilder bringt dagegen den größeren internationalen Bekanntheitsgrad mit, muss aber beweisen, dass er gegen robuste Gegner auf Top-Niveau noch relevant ist. Chisora wiederum will zeigen, dass sein Druckstil, seine Nehmerqualitäten und die Kulisse in London für einen letzten großen Moment reichen.
Sportlich steht mehr auf dem Spiel als ein emotionaler Abschied. Ein Sieg von Chisora wäre ein starkes Schlussbild und könnte ihn im Gespräch für einen finalen Zahltag halten. Gewinnt Wilder, rückt er wieder in die zweite Reihe der namhaften Herausforderer und empfiehlt sich für weitere große Events. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 23:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in der DACH-Region voraussichtlich über DAZN.
Am Ende läuft alles auf eine Frage hinaus: Bekommt Chisora vor heimischem Publikum das gewünschte Ende seiner langen Karriere – oder nimmt Wilder ihm auch diesen Moment?