Vor UFC 303 in Las Vegas rückt das mögliche Comeback-Duell zwischen Conor McGregor und Michael Chandler wieder in den Mittelpunkt. Dustin Poirier, ehemaliger Interims-Champion im Leichtgewicht, sieht die Ansetzung klar zugunsten des Iren – und liefert damit eine Einschätzung, die in der Szene Gewicht hat.
Poirier kennt beide aus eigener Erfahrung im Käfig. McGregor hat seit seiner Niederlage gegen Poirier im Jahr 2021 nicht mehr gekämpft, als er sich im dritten Duell das Bein brach. Chandler wiederum ist seit langer Zeit über The Ultimate Fighter und zahlreiche öffentliche Aussagen mit McGregor verbunden, ohne dass der Kampf bislang offiziell zustande kam.
Aus Poiriers Sicht passt Chandlers Stil McGregor entgegen. Er hält den Amerikaner für verwundbar, nicht mehr außergewöhnlich schnell und zu anfällig dafür, Gefechte in wilde Schlagabtausche kippen zu lassen. Genau darin könnte für McGregor die Chance liegen: Der frühere Doppel-Champion lebt von Timing, Präzision und Kontern – und ein offener Vorwärtsgang wie der von Chandler bietet dafür oft Angriffsfläche.
Für Fans in Europa ist das Duell auch deshalb relevant, weil McGregor als irischer Star im deutschsprachigen Raum seit Jahren enorme Aufmerksamkeit zieht. Sollte UFC 303 offiziell bestätigt werden, beginnt der Hauptkampf voraussichtlich in den frühen Morgenstunden in MESZ. In der DACH-Region wäre das Event aller Wahrscheinlichkeit nach über DAZN beziehungsweise den UFC Fight Pass abrufbar, abhängig vom finalen Rechtepaket.
Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Gewinnt McGregor, eröffnet sich der UFC sofort die nächste große Pay-per-view-Option gegen einen Topnamen im Leicht- oder Weltergewicht. Gewinnt Chandler, holt er den größten Sieg seiner Karriere nach und rechtfertigt die lange Wartezeit. Die entscheidende Frage bleibt: Reicht McGregors Schärfe nach der Pause – oder zwingt Chandler den Kampf früh ins Chaos? Die Antwort dürfte bald über die nächsten Schritte in zwei Gewichtsklassen entscheiden.