Der geplante Crossover-Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven könnte nicht wie vorgesehen in Ägypten stattfinden. Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten arbeitet das Team des Schwergewichts-Champions an einer Alternative für das Event am 23. Mai.
Der geplante Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Rico Verhoeven bei Fatal Fury am 23. Mai steht weiter im Kalender, doch der Austragungsort Gizeh wackelt. Wie Usyk erklärte, prüft sein Team wegen der unsicheren Lage im Nahen Osten bereits einen Ausweichplan für das Event in Ägypten.
Für europäische Fans ist das Duell besonders interessant. Usyk ist als ukrainischer Ausnahmeboxer in Europa seit Jahren eine feste Größe, Verhoeven als niederländischer Kickbox-Star ohnehin. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der Niederländer durch seine Glory-Karriere einen hohen Bekanntheitsgrad. Auch deshalb reicht die Aufmerksamkeit für dieses Event deutlich über die klassischen Box- und Kickbox-Zielgruppen hinaus.
Sportlich geht es weniger um die direkte Titelordnung im Schwergewicht als um Reputation. Usyk muss zeigen, dass er sich auch in einem ungewöhnlichen Format keine Blöße gibt, während Verhoeven die Chance hat, seine Marke gegen einen der besten Boxer seiner Generation zu testen. Für beide ist es ein Prestigeprojekt mit internationaler Strahlkraft.
Usyk selbst bleibt nach außen gelassen und überlässt die Organisation seinem Umfeld. Er machte deutlich, dass er sich auf das Training konzentriert und Entscheidungen zum Ablauf des Kampfs seinem Team überlässt.
Offen ist derzeit auch, wann und wo das Event in der DACH-Region zu sehen sein wird. Eine offizielle Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie eine belastbare Startzeit des Hauptkampfs in MESZ stehen bislang noch nicht fest. Sollte der Standort wechseln, könnte sich auch der Zeitplan für europäische Zuschauer verändern.
In den kommenden Tagen dürfte sich entscheiden, ob Fatal Fury in Ägypten bleibt oder kurzfristig verlegt wird. Der 23. Mai ist weiter das Zieldatum - der entscheidende Faktor bleibt nun der Veranstaltungsort.