Im Schwergewicht sorgt ein mögliches Duell zwischen Oleksandr Usyk und Moses Itauma weiter für Gesprächsstoff. Auslöser sind aktuelle Aussagen des vereinigten Weltmeisters Usyk, der zuletzt erklärte, er wolle nicht unbedingt gegen den jungen Briten antreten. Für europäische Fans ist das Thema besonders relevant: Usyk ist einer der prägenden Boxstars des Kontinents, Itauma gilt als eines der spannendsten Talente der Königsklasse.
Itauma reagierte gelassen und widersprach der Deutung, er fühle sich von Usyks Worten getroffen. Er machte deutlich, dass erfahrene Topboxer gegenüber Medien oft andere Töne anschlagen als hinter den Kulissen. Sollte sich die Chance auf den Kampf ergeben, werde er sie annehmen. Wenn nicht, dann gehe sein Weg eben anders weiter.
Sportlich steht viel auf dem Spiel. Usyk dominiert das Schwergewicht mit Technik, Ringintelligenz und Tempo, während Itauma als kommender Herausforderer aufgebaut wird. Für den Briten wäre ein Kampf gegen den Ukrainer der schnellste Weg an die absolute Weltspitze. Usyk wiederum müsste in so einem Szenario beweisen, dass er nicht nur etablierte Namen schlägt, sondern auch die nächste Generation auf Distanz halten kann.
Aus Itaumas Sicht wünschen sich viele Beobachter inzwischen frische Konstellationen im Schwergewicht. Gerade deshalb nannte er alternative Gegner, die stilistisch neue Fragen aufwerfen würden. Das unterstreicht, wie offen die Lage hinter Usyk an der Spitze derzeit ist. In den kommenden Monaten dürfte sich zeigen, ob aus der Diskussion mehr wird als nur ein interessantes Gedankenspiel — oder ob Itauma zunächst über andere Top-10-Namen seinen Anspruch untermauern muss.