Oscar De La Hoya spottet über UFC's Boxing Venture: "Echte Kämpfer werden sich nicht zufrieden geben"

Ronald Crawley 5. April 2025 13:11

In seiner letzten Sendung "Thursday Reimand" nahm De La Hoya kein Blatt vor den Mund, als er über Whites möglichen Einstieg in den Boxsport an der Seite von Turki Alalshikh, der treibenden Kraft hinter den Superkämpfen der "Riyadh Season", sprach.

Der sechsfache Weltmeister und einflussreiche Boxpromoter argumentierte, dass die umstrittene Lohnskala der UFC in der Boxwelt nicht funktionieren würde. Als Beweis führte er die durchgesickerten Gehälter der TKO Boxing-Kämpfer an, die er mit den Multimillionen-Dollar-Preisen von Eliteboxern wie Canelo Alvarez und Ryan Garcia verglich.

"Man kann eine Boxorganisation nicht ohne Kämpfer führen. Kein Kämpfer wird für diese Pfennigbeträge kämpfen. Wollen Sie mir sagen, dass die Canelos und die Ryans dieser Welt diese Art von Lohnkürzung akzeptieren werden?"

De La Hoya erklärte, dass die dezentralisierte Struktur des Boxens es den Kämpfern ermöglicht, mehr zu verdienen, indem sie mit mehreren Promotern und Netzwerken verhandeln. Er kritisierte das Matchmaking-Modell der UFC und verwies auf Probleme wie fehlende Vertragsverhandlungen für Kämpfer, Anwärter, die nur ein- oder zweimal im Jahr kämpfen, und Kämpfer, die mit dem Mindestlohn auskommen müssen.

Der Golden Boy CEO nahm auch die Tendenz der UFC ins Visier, Kämpfer in harte Kämpfe zu stecken, was zu kürzeren Karrieren führt. Er argumentierte, dass dieser Ansatz in der Welt des Boxens nicht funktionieren würde, wo Top-Talente eine bessere Behandlung und eine höhere Vergütung erwarten.

White hat schon lange angedeutet, in den Boxsport einzusteigen. Er war 2017 in den Kampf Mayweather gegen McGregor involviert und versuchte, 2019 "Zuffa Boxing" ins Leben zu rufen, was jedoch scheiterte.

Trotz seiner harschen Kritik ließ De La Hoya die Tür für eine zukünftige Zusammenarbeit mit White im Boxsport offen. Er sagte: "Werde ich in Zukunft mit Dana zusammenarbeiten, wenn er im Boxen ist? Sicher, denn 80 Prozent der Leute, mit denen ich im Boxsport zu tun habe, sind sowieso Gauner."

Wenn White seine Pläne für den Boxsport weiterverfolgt, ist mit mehr Kritik seitens der traditionellen Promoter zu rechnen. Ein potenzieller Bieterkrieg um die besten Talente könnte sich ankündigen. In der Zwischenzeit konzentriert sich De La Hoya darauf, den Terminkalender von DAZN mit Kämpfen mit Starbesetzung zu füllen.

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