Conor Benn und Chris Eubank Jr. werden am 26. April in einem Mittelgewichtskampf gegeneinander antreten und damit eine Generationenrivalität wiederbeleben, die in den 90er Jahren mit ihren Vätern begann.
Der Kampf findet fast drei Jahre nach Benns positivem Test auf eine verbotene Substanz statt, wodurch ihr erster geplanter Kampf auf Eis gelegt wurde. Jetzt sind sie bereit, in den Ring zu steigen und die Rechnung zu begleichen.
Eubank Jr. bringt mehr Erfahrung mit. Er hat sowohl im Mittelgewicht als auch im Supermittelgewicht auf Weltmeisterschaftsebene gekämpft. Zwar hat er noch keinen großen Gürtel gewonnen, aber er hat sich mit großen Namen wie James DeGale, George Groves und Billy Joe Saunders gemessen.
Benn hingegen befindet sich noch in der Anfangsphase seiner Karriere. Vor seinem Rückschlag machte er mit K.o.-Siegen über Chris Algieri und Samuel Vargas von sich reden. In letzter Zeit kämpfte er im Superweltergewicht und holte sich in Kämpfen über 10 Runden Punktsiege gegen unterklassige Gegner.
Der kommende Kampf findet im Mittelgewicht statt, zwei Klassen über Benns natürlicher Gewichtsklasse. Damit hat Eubank einen klaren Größenvorteil. Benns Team hat jedoch Berichten zufolge eine Rehydrationsklausel von 10 Pfund verhängt, die Eubank am Morgen des Kampfes auf 170 Pfund beschränkt.
Der ehemalige Weltmeister Amir Khan glaubt, dass Benn den Kampf gewinnen wird. In einem kürzlich geführten Gespräch mit Benn erläuterte Khan seine Prognose:
"Ich habe immer gesagt, dass Conor diesen Kampf gewinnt. Eubank ist ein Langsamstarter. Conor fängt schnell an. Eubank kann mit der Geschwindigkeit, der Kraft und der Aggression nicht mithalten."
Der Kampf am 26. April wird ein neues Kapitel in der Benn-Eubank-Saga schreiben. Ihre Väter, Nigel Benn und Chris Eubank Sr., haben in den 90er Jahren zweimal gegeneinander gekämpft. Den ersten Kampf gewann Eubank Sr. durch Stopp, der zweite endete unentschieden, obwohl viele der Meinung waren, dass Benn genug getan hatte, um zu gewinnen.
Nun liegt es an den Söhnen, ihr eigenes Vermächtnis in dieser langjährigen Rivalität zu schaffen.