Sean Strickland vs. Joe Pyfer bei UFC 3XX: Warum dieses Mittelgewichtsduell plötzlich Sinn ergibt

Alexander Ormanji 14. Mai 2026 12:32

Im Mittelgewicht der UFC nimmt eine neue Option Fahrt auf: Sean Strickland könnte bei UFC 3XX in Las Vegas auf Joe Pyfer treffen. Den Anstoß für dieses Szenario gab Ex-Champion und TV-Analyst Michael Bisping, der statt eines Duells mit Nassourdine Imavov einen anderen, publikumswirksameren Weg ins Spiel brachte.

Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz wäre ein solcher Kampf trotz der US-Paarung besonders relevant, weil Strickland weiter zur erweiterten Spitzengruppe bei 84 Kilogramm zählt und jeder seiner Auftritte direkte Folgen für die Titelplanung hat. Eine genaue Startzeit steht noch nicht fest. Bei UFC-Events in Las Vegas beginnt der Hauptkampf in der DACH-Region erfahrungsgemäß in den frühen Morgenstunden, übertragen wird die Veranstaltung üblicherweise über UFC Fight Pass und je nach Rechtelage weitere Streaming-Anbieter.

Sportlich wäre Imavov auf dem Papier zwar der naheliegendere Gegner. Pyfer bringt jedoch ein anderes Profil mit: mehr Vorwärtsdruck, mehr Abschlussgefahr, mehr Neugierde im US-Markt. Genau das macht die Ansetzung interessant. Bisping argumentiert, dass Strickland gegen einen solchen Stil noch einmal anders geprüft würde als gegen einen klassischen Ranglistenrivalen.

Für die Gewichtsklasse steht einiges auf dem Spiel. Gewinnt Strickland, festigt er seine Position direkt hinter der Titelspitze und bleibt ein Kandidat für einen weiteren großen Kampf. Gewinnt Pyfer, hätte die UFC schlagartig einen neuen amerikanischen Herausforderer mit Tempo und Momentum. Das würde die Reihenfolge im Titelrennen verändern.

Auch analytisch passt das Matchup: Pyfer kommt mit vier Siegen in Serie. Seine bislang einzige UFC-Niederlage kassierte er gegen Jack Hermansson, als ihm im Verlauf des Kampfes sichtbar die Energie ausging. Seitdem wirkt sein Auftreten kontrollierter und reifer. Für Strickland wäre genau das die Prüfung: einen jüngeren, druckvollen Gegner über Distanz zu entzaubern. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die UFC aus dieser Idee tatsächlich eine konkrete Ansetzung macht.

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