Chimaev vs. Strickland bei UFC 328: Cejudo sieht den falschen Sieger

Alexander Ormanji 12. Mai 2026 12:24

Nach dem Hauptkampf von UFC 328 sorgt das Urteil weiter für Diskussionen: Henry Cejudo sieht Khamzat Chimaev im Duell mit Sean Strickland vorn. Der frühere UFC-Champion äußerte sich kurz nach dem Event und stellte sich gegen das offizielle Split-Decision-Ergebnis zugunsten des Amerikaners.

Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Debatte auch deshalb relevant, weil Chimaev in Europa besonders genau verfolgt wird. Der in Tschetschenien geborene und lange in Schweden lebende Mittelgewichtler hat dort einen festen sportlichen Bezug. Der Hauptkampf begann voraussichtlich in den frühen Morgenstunden europäischer Zeit; UFC-Events sind in der DACH-Region in der Regel über DAZN und den UFC Fight Pass verfügbar.

Cejudo argumentierte, Chimaev habe trotz eines spürbaren Leistungsabfalls nach starkem Beginn genug Runden gesammelt, um den Kampf zu gewinnen. Aus seiner Sicht war lediglich die zweite Runde klar bei Strickland, während die Gesamtarbeit eher für Chimaev sprach. Genau daran entzündet sich die Kontroverse: Wie stark gewichten die Punktrichter frühe Kontrolle und Ringdominanz im Vergleich zu spätem Druck und höherem Output im Stand?

Sportlich ist das Urteil im Mittelgewicht brisant. Strickland bleibt mit dem Sieg in unmittelbarer Nähe zur Spitze der Gewichtsklasse und empfiehlt sich für den nächsten großen Kampf. Chimaev dagegen kann trotz Niederlage argumentieren, dass er gegen einen Topgegner auf Augenhöhe war und als gefährlicher Titelanwärter im Rennen bleibt.

Der Fall dürfte die Matchmaker noch beschäftigen. Wenn der öffentliche Druck anhält, ist eine Revanche keineswegs ausgeschlossen. Andernfalls wird entscheidend sein, wen die UFC als nächsten Prüfstein für beide ansetzt.

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