Zwischen Khamzat Chimaev und Conor McGregor ist ein neuer verbaler Konflikt entbrannt. Auslöser waren jüngste Aussagen McGregors, in denen der frühere UFC-Doppelchampion den Eindruck erweckte, Chimaev halte einen Gürtel, der eigentlich ihm gehöre. Für europäische Fans ist das Thema auch deshalb relevant, weil McGregor als einer der populärsten Stars des Sports im deutschsprachigen Raum seit Jahren enorme Reichweite erzielt.
Chimaev wies den Anspruch des Iren entschieden zurück und machte klar, dass McGregor seinen Titelstatus längst eingebüßt habe. Zugleich griff der UFC-Champion den Lebensstil des 36-Jährigen an und spielte dabei sowohl auf Drogenvorwürfe als auch auf McGregors Whiskey-Marke Proper No. Twelve an.
Bemerkenswert ist vor allem der sportliche Teil von Chimaevs Reaktion: Er stellte offen einen Kampf gegen McGregor in Aussicht und zeigte sich sogar für ein Duell unter Boxregeln bereit. Nach eigenen Angaben hat er Verantwortlichen bei Zuffa Boxing bereits signalisiert, dass er diese Bühne nutzen würde, um Kritiker zu widerlegen, die ihn vor allem als Ringer sehen.
Damit steht auch sportlich etwas auf dem Spiel. Im Mittelgewicht würde Chimaev mit jedem erfolgreichen Titelprojekt seine Position an der Spitze festigen, während McGregor außerhalb eines echten Titelbildes erst beweisen müsste, dass er nach seiner langen Pause noch auf Elite-Niveau konkurrieren kann. Chimaev argumentiert zudem, dass sein Striking im MMA bislang kaum vollständig sichtbar geworden sei, weil seine Kämpfe häufig anders verlaufen. Ein Wechsel in den Boxring würde diesen Aspekt seines Spiels deutlich stärker in den Fokus rücken.
Ob aus dem Schlagabtausch mehr wird als Social-Media-Lärm, hängt nun von den nächsten Wochen ab. Sollte McGregor nachlegen, könnte aus dem verbalen Streit schnell ein ernsthaftes Thema für Zuffa Boxing werden.