Benavidez vs. Ramirez bei Cinco de Mayo in Las Vegas: Roy Jones Jr. sieht für "Zurdo" nur einen klaren Weg

Dmitriy Kel 22. April 2026 18:09

Am 2. Mai treffen David Benavidez und Gilberto Ramirez in der T-Mobile Arena in Las Vegas im Rahmen des Cinco-de-Mayo-Wochenendes aufeinander. Der Hauptkampf beginnt in Europa voraussichtlich in der Nacht zum 3. Mai gegen 5.00 Uhr MESZ, übertragen wird das Event aller Voraussicht nach via Prime Video Pay-per-View; in der DACH-Region hängt die Verfügbarkeit jedoch von den jeweiligen Rechtefreigaben ab.

Für deutsche, österreichische und Schweizer Boxfans ist das Duell auch ohne europäischen Bezug relevant, weil hier gleich zwei Gewichtsklassen berührt werden. Ramirez geht als WBA- und WBO-Champion im Cruisergewicht in den Ring, Benavidez hält den WBC-Titel im Halbschwergewicht. Der Sieger stärkt damit nicht nur seine Position im Pound-for-Pound-Ranking, sondern öffnet sich auch die Tür zu noch größeren Vereinigungskämpfen.

Roy Jones Jr. sieht den Schlüssel klar bei Ramirez. Nach seiner Einschätzung haben viele Gegner gegen Benavidez ordentliche Phasen, brechen aber ein, sobald dessen Schlagvolumen, Tempo und physischer Druck über mehrere Runden konstant bleiben. Genau dort liegt die Aufgabe für Ramirez: ruhig bleiben, die ersten Druckwellen überstehen und den Kampf in der zweiten Hälfte technisch an sich ziehen.

Stilistisch ist die Ansetzung deshalb besonders reizvoll. Benavidez lebt von Vorwärtsgang, hoher Aktivität und langen Arbeitsphasen am Mann. Ramirez boxt kontrollierter, setzt eher auf Timing, Distanzgefühl und einen methodischen Aufbau. Wenn es ihm gelingt, Benavidez nicht in dessen Rhythmus kommen zu lassen, kann der Kampf kippen. Gelingt das nicht, droht ein zermürbender Abend.

Der Ausgang wird die Lage in zwei Divisionen neu sortieren. Ein Sieg von Benavidez würde seinen Ruf als einer der gefährlichsten Männer des Sports weiter festigen. Gewinnt Ramirez, wäre das ein starkes Signal, dass sein Erfolg in höheren Gewichtsklassen keine Momentaufnahme ist. Spätestens in der Fight Week dürfte deshalb die Frage dominieren, wer das Tempo diktiert, wenn der Kampf in die späten Runden geht.

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