Schon im zweiten Kampf in der UFC bekommt Yaroslav Amosov eine richtungsweisende Aufgabe: Der frühere Bellator-Champion trifft am 9. Mai bei UFC 328 im Prudential Center in Newark auf Joel Alvarez. Für das Weltergewicht ist das mehr als nur ein starkes Ansetzungspaar, denn beide könnten sich mit einem Sieg in die erweiterte Spitzengruppe schieben.
Aus europäischer Sicht ist das Duell besonders interessant. Amosov bringt als Ukrainer viel Aufmerksamkeit aus Osteuropa mit, Alvarez gehört zu den bekanntesten spanischen UFC-Namen der Gegenwart. Gerade für Fans in der DACH-Region ist das ein seltener Kampf mit klarer europäischer Note in einer traditionell stark nordamerikanisch geprägten Gewichtsklasse.
Amosov hatte bei seinem UFC-Debüt im Dezember sofort Eindruck hinterlassen, als er Neil Magny zur Aufgabe zwang. Dieser Sieg war vor allem deshalb wichtig, weil er seine größte Stärke bestätigte: Kontrolle im Grappling unter Druck. Alvarez kommt dagegen mit Rückenwind nach seinem Erfolg gegen Vicente Luque und stellt stilistisch eine andere Prüfung dar. Der Spanier sucht das Chaos, schaltet in Scrambles schnell um und zwingt Gegner oft zu riskanten Entscheidungen. Genau darin liegt die Brisanz dieses Matchups.
Für die Division steht einiges auf dem Spiel. Gewinnt Amosov erneut überzeugend, wird aus einem prominenten Neuzugang schnell ein ernsthafter Faktor im Titelrennen. Setzt sich Alvarez durch, kappt er den Aufstieg des Ukrainers abrupt und bringt sich selbst für Kämpfe gegen die Top 10 ins Gespräch. Der Hauptkampf des Abends soll mit Khamzat Chimaev gegen Sean Strickland besetzt werden. Für Amosov und Alvarez gilt dennoch: Wer hier liefert, dürfte im Sommer deutlich größere Namen angeboten bekommen.