Bei UFC 328 treffen Sean Strickland und Khamzat Chimaev am 9. Mai in Newark im Mittelgewichts-Titelkampf aufeinander. Joe Pyfer hat sich vor dem Duell klar auf die Seite von Strickland gestellt und sieht für den ehemaligen Champion reale Chancen auf einen Upset. Für europäische Fans ist der Kampf trotz fehlender DACH-Verbindung relevant, weil Chimaev durch seine starke Bekanntheit in Schweden und seine Auftritte auf internationalen Karten auch hierzulande genau beobachtet wird.
Sportlich steht in der Gewichtsklasse viel auf dem Spiel. Gewinnt Chimaev, untermauert er seinen Anspruch als dominierende Kraft im Mittelgewicht und stärkt das Bild eines Titelträgers, der Kämpfe über Ringen und Kontrolle diktiert. Sollte Strickland den Gürtel holen, wäre die Spitze der Division sofort wieder offen, und mögliche nächste Herausforderer würden deutlich schneller ins Gespräch rücken.
Pyfers Argument ist nachvollziehbar: Strickland arbeitet sich meist schnell zurück auf die Beine, hält ein hohes Tempo und zwingt Gegner in lange, unangenehme Runden. Genau dort könnte der Kampf kippen, falls Chimaev seine Takedowns nicht früh und konstant durchbringt. Der Stilkontrast macht dieses Duell so interessant: Stricklands Druck, Volumen und Ausdauer gegen Chimaevs explosive Wrestling-Phasen und Top-Control.
Eine wichtige offene Frage bleibt die Distanz über fünf Runden. Strickland muss beweisen, dass er gegen die absolute Spitze erneut bestehen kann. Chimaev wiederum muss zeigen, dass sein Ansatz auch gegen einen zähen Gegner trägt, der kaum einfache Fehler anbietet. Der Hauptkampf beginnt für Fans in Mitteleuropa voraussichtlich in der Nacht auf den 10. Mai gegen 6.00 Uhr MESZ. In der DACH-Region dürfte das Event über UFC Fight Pass und je nach Rechtelage über DAZN verfügbar sein. Zunächst richtet sich der Blick aber auf Pyfer selbst: Er bestreitet am Wochenende in Seattle den Hauptkampf von UFC Fight Night 271 gegen Israel Adesanya.