Im UFC-Federgewicht verdichten sich die Fronten: Alex Volkanovski hat klargemacht, dass er bei UFC 3XX am liebsten gegen Movsar Evloev antreten würde. Der Champion positioniert sich damit früh für den nächsten Titelkampf und setzt die UFC unter Zugzwang, die Rangliste auch tatsächlich ernst zu nehmen. Für Fans in Europa ist das besonders interessant, weil Evloev als ungeschlagener Russe in dieser Gewichtsklasse sportlich kaum zu übergehen ist und der Kontinent in den leichteren UFC-Divisionen weiter an Bedeutung gewinnt.
Volkanovskis Argument ist klar. Evloev gilt aus seiner Sicht als verdienter Nummer-eins-Herausforderer, nachdem er sich gegen einen Top-3-Mann der Division behauptet hat. Gleichzeitig steht Diego Lopes auf Rang zwei, doch gegen ihn ist Volkanovski bereits angetreten. Ein weiterer schneller Rückgriff auf dieselbe Paarung würde die Frage aufwerfen, welchen Wert die Platzierungen im Federgewicht überhaupt noch haben.
Genau dort liegt der sportliche Kern dieses möglichen Duells. Gewinnt Volkanovski, festigt er seinen Status als Maßstab der Klasse und räumt einen der letzten echten Elite-Herausforderer aus dem Weg. Gewinnt Evloev, bekommt die Division einen neuen Champion und sofort frische Ansetzungen an der Spitze. Das wäre auch aus Matchmaking-Sicht ein sinnvoller Neustart.
Stilistisch ist der Kampf reizvoll. Volkanovski gehört seit Jahren zu den taktisch stärksten Champions im Kader. Evloev dagegen baut Druck auf, kontrolliert Positionen und bringt einen makellosen Rekord mit. Genau dieser Kontrast macht das Duell so relevant: auf der einen Seite der etablierte Titelträger, auf der anderen ein sportlich kaum angreifbarer Herausforderer, der sich seinen Platz ohne große Inszenierung erarbeitet hat.
Die UFC muss nun entscheiden, ob sie dem sportlichen Prinzip folgt oder erneut die größere Zugkraft priorisiert. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob UFC 3XX tatsächlich mit Volkanovski gegen Evloev geplant wird.