Nicht im UFC-Käfig, sondern bei IBA Bare Knuckle in Russland setzt Jon Jones sein nächstes öffentliches Ausrufezeichen. Der frühere UFC-Champion im Halbschwer- und Schwergewicht wird am 28. März in St. Petersburg als Botschafter der Organisation auftreten, gemeinsam mit Alfredo Auditore. Für europäische Fans ist das auch deshalb relevant, weil Jones damit in einem Markt Präsenz zeigt, der für Kampfsport abseits der UFC strategisch immer wichtiger wird.
Jones verkündete den Schritt selbst in den sozialen Medien und bezeichnete seine neue Rolle bei IBA Bare Knuckle mit demonstrativem Pathos. Sportlich ist die Nachricht vor allem deshalb brisant, weil seine Zukunft im UFC-Schwergewicht weiterhin offen ist. Seit seinem Sieg gegen Ciryl Gane im März 2023 hat Jones keinen aktiven Wettkampf mehr bestritten; damals brauchte er nur gut zwei Minuten, um den Titel per Guillotine Choke zu sichern. Diese Effizienz unterstreicht, wie groß die Lücke zwischen seinem sportlichen Niveau und seiner aktuellen Ungewissheit ist.
Eine offizielle Übertragung für Deutschland, Österreich und die Schweiz war zunächst nicht bestätigt. Der Hauptprogrammpunkt in St. Petersburg dürfte wegen der Zeitverschiebung voraussichtlich am späten Abend Ortszeit und damit am frühen bis mittleren Abend in Mitteleuropa beginnen. Für Fans in der DACH-Region bleibt damit vor allem die Frage, ob ein Stream kurzfristig über die Kanäle der Promotion angeboten wird.
Über den sportlichen Wert des Auftritts hinaus geht es um Wirkung und Richtung. Jones bindet seinen Namen an eine Organisation unter dem Dach der International Boxing Association und entfernt sich damit weiter vom klassischen UFC-Narrativ. Als Nächstes wird entscheidend sein, ob es bei einem PR-Termin bleibt – oder ob daraus ein längerfristiges Engagement außerhalb der UFC entsteht.