Vor dem geplanten Duell zwischen Nate Diaz und Mike Perry bei einem Most-Valuable-Promotions-Event in Los Angeles hat sich UFC-Chef Dana White zu Wort gemeldet. Der Kampf soll in den kommenden Monaten in Kalifornien stattfinden und könnte über den Abend hinaus Folgen für Diaz’ sportliche Zukunft haben. Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das vor allem deshalb relevant, weil Diaz einer der wenigen US-Stars ist, deren Name auch außerhalb klassischer UFC-Titelkämpfe zuverlässig Aufmerksamkeit erzeugt.
White erklärte bei einem Pressetermin in London, er freue sich für Diaz, nachdem dieser offenbar ein finanziell sehr starkes Angebot angenommen habe. Nach Whites Angaben trafen sich beide vor wenigen Wochen zu einem guten Gespräch, seitdem habe es jedoch keinen weiteren Austausch gegeben. Eine klare Aussage zu einer möglichen Rückkehr von Diaz in die UFC vermied White. Stattdessen machte er deutlich, dass zunächst abgewartet werde, wie der Kampf gegen Perry verläuft.
Genau darin liegt der sportliche Kern der Geschichte. Diaz ist seit Jahren kein Champion, aber ein Name mit Zugkraft. Ein überzeugender Auftritt gegen Perry würde die Debatte um ein Comeback auf großer MMA-Bühne sofort neu entfachen. Perry wiederum hat sich als physisch harter Publikumskämpfer außerhalb des klassischen UFC-Systems ein zweites Profil aufgebaut. Für Diaz geht es daher nicht nur um Sieg oder Niederlage, sondern um den Nachweis, dass er weiterhin ein Main-Event auf hohem Niveau tragen kann.
Eine offizielle Startzeit für den Hauptkampf sowie eine bestätigte Übertragung für die DACH-Region stehen noch aus. Wegen des Austragungsorts Los Angeles ist aber mit einer späten Nacht- oder frühen Morgenzeit in MESZ zu rechnen. Sobald MVP die Eventdetails veröffentlicht, dürfte auch klarer werden, ob Diaz damit nur einen lukrativen Abstecher macht oder tatsächlich die Tür für ein UFC-Comeback aufstößt.