Jon Jones vs. Tom Aspinall bei UFC 3XX: Geldfrage stoppt den Schwergewichts-Kracher

Dmitriy Kel 21. März 2026 19:46

Aus dem erhofften Titelduell zwischen Jon Jones und Tom Aspinall bei UFC 3XX wird vorerst nichts. Jones machte in dieser Woche öffentlich, dass die Gespräche über den Kampf im vergangenen Jahr am Geld gescheitert seien. Für die UFC ist das ein Rückschlag in Las Vegas, weil dem Schwergewicht damit weiter die sportlich klarste Lösung fehlt. Gerade in Europa ist das Thema groß, weil Aspinall als Brite einer der wichtigsten MMA-Stars des Kontinents ist.

Nach Angaben von Jones war er körperlich und mental bereit für den Kampf. Auf X schrieb er, er habe sogar weniger Geld verlangt als Aspinall. Die UFC sei jedoch bei einem Angebot von 15 Millionen US-Dollar geblieben und habe nicht nachgebessert. Damit platzte ein Duell, das sportlich wie wirtschaftlich zu den größten Ansetzungen im aktuellen Kader gezählt hätte.

Für die Gewichtsklasse steht viel auf dem Spiel. Aspinall hätte mit einem Sieg über Jones seinen Status als unumstrittener Fixpunkt der Division zementiert. Jones wiederum hätte mit einem Erfolg seine Ausnahmestellung im UFC-Historienvergleich weiter gestärkt. Genau deshalb ist der ausgebliebene Kampf mehr als nur eine verpasste Schlagzeile: Er blockiert die Frage, wer das Schwergewicht dieser Ära tatsächlich anführt.

Auch stilistisch bleibt das Duell reizvoll. Aspinall gilt mit Tempo, Präzision und schneller Abschlussstärke als besonders unangenehmer Gegner für Jones. In seinem bislang letzten UFC-Einsatz brauchte der Engländer nur eine Minute, um Curtis Blaydes zu stoppen und seinen Ruf als explosiver Finisher zu untermauern. Jones steht dem als taktischer Problemlöser gegenüber, der selbst späte Karrierephasen noch kontrollieren kann.

Eine bestätigte Ansetzung, Startzeit oder Übertragung für die DACH-Region gibt es derzeit nicht, da der Kampf nicht offiziell feststeht. Als Nächstes wird entscheidend sein, ob die UFC die Verhandlungen neu aufnimmt oder Aspinall und Jones getrennte Wege gehen.

Teilen Sie

More Stories