Im Mittelgewicht der UFC deutet sich nach UFC 326 ein brisantes Duell an: Caio Borralho will als Nächstes gegen Dricus Du Plessis antreten. Der Brasilianer brachte den Ex-Champion unmittelbar nach seinem Sieg am Wochenende als Wunschgegner für Juni oder Juli ins Spiel. Für europäische Fans ist das Matchup trotz fehlender DACH-Verbindung relevant, weil die Gewichtsklasse hinter der Spitze derzeit neu sortiert wird und ein klarer Herausforderer gebraucht wird.
Borralho untermauerte seinen Anspruch bei UFC 326 mit einem einstimmigen Punktsieg gegen Reinier de Ridder. Gerade dieser Erfolg verleiht seiner Forderung Gewicht: Acht UFC-Siege sind in dieser Division kein Randwert mehr, sondern ein ernstes Argument. Sportlich setzt Borralho auf sein sauberes Boxen und seine Kontrolle der Distanz. Gegen de Ridder zeigte er über drei Runden Disziplin, Übersicht und die Fähigkeit, das Tempo eines taktisch schwierigen Kampfs zu bestimmen.
Du Plessis wäre allerdings mehr als nur der nächste Name. Mit einem Sieg über den früheren Champion würde Borralho im Titelrennen kaum noch zu übergehen sein. Gewinnt dagegen Du Plessis, festigt er sofort wieder seine Rolle als Schlüsselfigur im Mittelgewicht und positioniert sich direkt hinter der Spitze. Genau darin liegt der Reiz dieses möglichen Kampfs: Technik und Ruhe auf der einen Seite, Druck, Härte und unorthodoxe Aktionen auf der anderen.
Hinzu kommt ein kleiner, aber relevanter Hintergrund. Borralho versucht nach eigenen Angaben schon seit seinen frühen UFC-Auftritten, ein Duell mit Du Plessis zu bekommen. Damals habe ihm noch die Bilanz gefehlt, heute ist seine Serie lang genug, um daraus mehr als nur einen weiteren Callout zu machen.
Nun liegt der Ball bei der UFC. Wenn die Matchmaker den sportlichen Wert ähnlich einschätzen, könnte aus einer langjährigen Forderung schon im Sommer einer der wichtigsten Kämpfe im Mittelgewicht werden.