Der mögliche Blockbuster zwischen Islam Makhachev und Ilia Topuria für eine UFC-Show im Weißen Haus ist offenbar nicht zustande gekommen. Laut Colby Covington spielte vor allem die finanzielle Seite eine Rolle – sportlich hätte das Duell zudem deutlich mehr Risiko für Makhachev bedeutet, als viele angenommen hatten.
Rund um UFC White House stand zuletzt ein möglicher Kampf zwischen Islam Makhachev und Ilia Topuria im Raum, doch nach Angaben von Colby Covington kam die Ansetzung nicht zustande. Der frühere Interimschampion im Weltergewicht erklärte, die Verhandlungen seien vor allem an den finanziellen Forderungen für den Hauptkampf gescheitert.
Für die UFC wäre das Duell sportlich wie vermarktungstechnisch hochrelevant gewesen. Im Leichtgewicht hätte Makhachev die Chance gehabt, seine Stellung an der Spitze weiter zu festigen und einen gefährlichen Gegner aus einer anderen Gewichtsklasse direkt abzufangen. Topuria wiederum hätte mit einem Sieg sofort Anspruch auf einen Platz in der absoluten Elite des Sports erhoben. Genau deshalb ist der Kampf auch für europäische Fans besonders interessant: Topuria, in Deutschland und der DACH-Region durch seine Auftritte und seine starke Präsenz im europäischen MMA-Markt bestens bekannt, zählt zu den prägendsten Gesichtern des Kontinents.
Covington sieht in der Ansetzung auch ein klares sportliches Risiko für Makhachev. Sein Argument: Topuria sei im Stand gefährlicher, als viele ihm zugestehen, und mit seiner kompakten Statur sowie dem tiefen Körperschwerpunkt schwer zu kontrollieren. Als Vergleich zog er Makhachevs enge Kämpfe gegen Alexander Volkanovski heran, während Topuria Volkanovski deutlich stoppte. Dieser Vergleich ersetzt keine Stil-Analyse, zeigt aber, warum das Matchup intern offenbar nicht als leichte Titelverteidigung bewertet wurde.
Analytisch spricht ebenfalls einiges für Topuria: In seinem bislang letzten großen Auftritt gegen Volkanovski entschied er den Kampf per Knockout und bestätigte damit, dass seine Schlagkraft auch gegen absolute Weltklasse trägt. Für Makhachev wäre genau das der heikle Punkt gewesen – neben dem Druck, sein Vermächtnis unabhängig vom Khabib-Nurmagomedov-Vergleich weiter auszubauen.
Eine bestätigte Startzeit oder Übertragung für die DACH-Region gibt es nicht, weil der Kampf nie offiziell angesetzt wurde. Nun richtet sich der Blick darauf, ob die UFC die Verhandlungen neu belebt oder beide Stars zunächst andere Wege gehen.