Nach einem wackligen Start drehte Dubois den Hauptkampf in Manchester noch klar zu seinen Gunsten. Der Brite überstand zwei Niederschläge, fand ab der zweiten Kampf Hälfte besser in die Distanz und beendete das Duell gegen Wardley in der elften Runde vorzeitig. Damit holte er sich den WBO-Titel im Schwergewicht und setzte ein deutliches Zeichen in einer Gewichtsklasse, die weiter in Bewegung bleibt.
Für Fans in Europa war dieser Kampf besonders relevant, weil mit Dubois und Wardley zwei in Großbritannien stark verankerte Schwergewichtler auf einer großen Bühne standen. Gerade aus DACH-Sicht bleibt das britische Schwergewicht ein zentraler Markt. Eine offiziell verlässliche DACH-Übertragungsangabe lag für diesen Event zuletzt nicht flächendeckend vor, der Hauptkampf war am späten Samstagabend in Großbritannien angesetzt und damit auch für Zuschauer in Mitteleuropa in einem gut verfolgbaren Zeitfenster.
Sportlich war der Ausgang bedeutsam: Dubois bewies nicht nur Schlagkraft, sondern vor allem Anpassungsfähigkeit unter Druck. Genau das fehlte ihm in der Vergangenheit in entscheidenden Momenten gelegentlich. Der Sieg dürfte ihn im Kreis möglicher kommender Top-Duelle weit nach vorn schieben, während Wardley trotz der Niederlage gezeigt hat, dass er auf diesem Niveau mithalten kann.
Die weiteren Ergebnisse aus Manchester: David Morrell besiegte Zak Chelli durch TKO. Bakhodir Jalolov gewann gegen Agron Smakici, nachdem Smakici nach Runde sieben aufgab. Bradley Rea stoppte Liam Cameron. Gavin Gwynne setzte sich gegen Khalil Majid durch Mehrheitsentscheidung durch. Mike Perez gewann nach Punkten gegen Franklin Arinze. Zhavokhir Ummataliev schlug Damian Drabik k.o. Bobby Flood bezwang Nathan Darby nach Punkten. Isaiah Hamilton-Allen gewann gegen Connor Goulding ebenfalls nach Punkten.
Als Nächstes wird entscheidend sein, gegen wen Dubois den frischen Titel verteidigt. Nach diesem Comeback-Sieg dürfte sein Name in jeder ernsthaften Diskussion um die nächsten großen Schwergewichtsduelle auftauchen.