Benavidez vs. Ramirez in Las Vegas: Warum Tysons Lob das Cruisergewicht neu sortiert

Dmitriy Kel 4. Mai 2026 17:00

Nach dem Hauptkampf in Las Vegas am vergangenen Wochenende stand vor allem David Benavidez im Mittelpunkt: Der Amerikaner stoppte Gilberto "Zurdo" Ramirez in Runde sechs und sicherte sich damit die WBA-Super- und WBO-Titel im Cruisergewicht. Mit dem Erfolg hat Benavidez nicht nur Gürtel gewonnen, sondern sich auch in einer Klasse positioniert, die in den kommenden Monaten sportlich und wirtschaftlich besonders interessant werden dürfte.

Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz war der Kampf auch deshalb relevant, weil das Cruisergewicht international wieder an Zugkraft gewinnt und damit eine Gewichtsklasse aufwertet, die in Europa traditionell genau beobachtet wird. Auf dem Spiel stand mehr als ein Prestige-Duell: Benavidez musste beweisen, dass sein Druckstil auch gegen einen etablierten Mann im höheren Limit funktioniert, Ramirez dagegen wollte seine Stellung als Topname der Division festigen.

Mike Tyson zeigte sich danach beeindruckt. Er bezeichnete den Auftritt von Benavidez als überzeugend und betonte, der Sieger wisse im Ring genau, was zu tun sei. Das Urteil des früheren Schwergewichts-Champions unterstreicht, wie klar Benavidez die entscheidenden Phasen des Kampfes kontrollierte. Besonders auffällig war, dass er sein hohes Tempo auch nach dem Aufstieg ins Cruisergewicht halten konnte und Ramirez mit konstantem Vorwärtsdruck keine längeren ruhigen Momente ließ.

Für die Rangordnung der Klasse hat das unmittelbare Folgen. Benavidez bringt nun echte Argumente für Vereinigungskämpfe mit und dürfte bei der Matchplanung schnell in den Fokus weiterer Titelträger rücken. Ramirez hingegen muss nach der Niederlage einen Umweg nehmen. Der nächste Schritt ist offen, doch vieles spricht dafür, dass Benavidez schon bald in einem noch größeren Duell antreten wird.

Teilen Sie

More Stories