Bei Zuffa Boxing könnte sich ein spannendes Duell anbahnen: Oleksandr Gvozdyk will gegen Edgar Berlanga boxen, als möglicher Schauplatz gilt der Madison Square Garden in New York. Einen Termin gibt es noch nicht, doch die Idee hat durch die gemeinsame sportliche Heimat unter dem neuen Banner von Dana White sofort Gewicht. Für den europäischen Markt wäre ein solcher Kampf auch deshalb interessant, weil Gvozdyk als Ukrainer in vielen Teilen Europas eine klar erkennbare Fanbasis mitbringt.
Ausgelöst wurde die Debatte durch eine klare Aussage des früheren Halbschwergewichts-Weltmeisters. Gegenüber Luckypunch.net machte Gvozdyk deutlich, dass er den Kampf will und sportlich wie wirtschaftlich für sinnvoll hält. Vor allem New York sieht er als logischen Austragungsort, weil dort sowohl die puerto-ricanische als auch die ukrainische Community besonders stark vertreten ist.
Genau darin liegt der Reiz dieses möglichen Zuffa-internen Vergleichs. Berlanga ist im US-Markt trotz Rückschlägen weiter ein Name, vor allem wegen seiner Schlagkraft und seines offensiven Stils. Gvozdyk wiederum braucht in der Spätphase seiner Karriere einen relevanten Sieg, um sich noch einmal im Spitzenfeld in Stellung zu bringen. Für Berlanga wäre ein Erfolg über einen früheren Champion ein wichtiges Argument, um sportlich wieder stärker wahrgenommen zu werden.
Für Fans in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Kampf trotz fehlender DACH-Verankerung relevant, weil er zeigen würde, wie ernst es Zuffa Boxing mit attraktiven Inhouse-Ansetzungen meint. Zudem stünde in der Gewichtsklasse für beide viel auf dem Spiel: Berlanga müsste beweisen, dass er mehr ist als ein vermarktbarer Puncher, Gvozdyk dagegen, dass Erfahrung und Ringintelligenz gegen jüngere Gegner weiter reichen.
Der nächste Schritt ist nun klar: Wenn Berlangas Team das Risiko akzeptiert und Zuffa Boxing New York als Bühne festzurrt, könnte aus einem Gedankenspiel schnell eine der interessantesten Ansetzungen des jungen Projekts werden.