Vor dem geplanten Schwergewichtsduell zwischen Anthony Joshua und Christian Prenga am 25. Juli in Riad hat Promoter Eddie Hearn die Ansetzung als bewusst kalkuliertes Risiko beschrieben. Der Kampf steigt in Saudi-Arabien und markiert Joshuas Rückkehr nach einer unfreiwilligen Pause. Im Hintergrund steht dabei weit mehr als nur ein Comeback: Für den Briten geht es darum, seine Position für den nächsten großen Zahltag und einen möglichen Spitzenkampf der Königsklasse zu festigen.
Hearn betonte, dass es im Schwergewicht keinen wirklich ungefährlichen Gegner gebe. In einem Interview mit FightHype sagte er, Kritik an der Gegnerwahl gehöre in dieser Gewichtsklasse praktisch immer dazu. Prenga habe zwar nicht auf Joshuas Niveau geboxt, bringe aber Schlagkraft mit. Genau das habe intern für Diskussionen gesorgt.
Aus Sicht des Matchrooms-Teams ist der Kampf daher kein Pflichtsieg, den man auf die leichte Schulter nimmt. Hearn machte deutlich, dass Joshua solche Gegner überzeugend lösen müsse, wenn bald ein deutlich größeres Duell folgen soll. Damit ist auch klar, was auf dem Spiel steht: Ein souveräner Erfolg würde Joshua im Schwergewicht weiter als relevanten Faktor für die nächste Top-Ansetzung positionieren. Eine schwache Vorstellung dagegen würde neue Zweifel an seiner Rolle in der Weltspitze nähren.
Für europäische Fans hat das Duell zusätzlich Gewicht, weil Joshua als britischer Ex-Champion seit Jahren zu den zentralen Figuren des europäischen Boxmarkts gehört. Prenga wiederum bringt mit seinen albanischen Wurzeln ebenfalls einen europäischen Bezug mit. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich in der Nacht auf den 26. Juli gegen 0:00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in der DACH-Region aller Voraussicht nach über DAZN. In den kommenden Wochen dürfte es deshalb vor allem um eine Frage gehen: Reicht Joshuas Auftritt gegen Prenga, um den Weg zum nächsten Mega-Fight freizumachen?