Mit einer ebenso trockenen wie ungewöhnlichen Einordnung hat Oleksandr Usyk verraten, wen er in seiner Laufbahn als die härtesten Puncher erlebt hat. Der vereinigte Schwergewichtschampion nannte Tyson Fury, Derek Chisora und Murat Gassiev – auf Platz eins setzte der Ukrainer jedoch kein aktuelles Ring-Schwergewicht, sondern ein Pferd aus seiner Kindheit.
Auf Rang fünf führte Usyk Murat Gassiev, den russischen Puncher, gegen den er sich einst zum unumstrittenen Weltmeister im Cruisergewicht krönte. Platz vier ging an Mairis Briedis, dessen Duell mit Usyk bis heute als eines der anspruchsvollsten Gefechte seiner Zeit im Limit bis 90,7 Kilogramm gilt.
Tyson Fury landete auf Platz drei, nachdem Usyk den Briten 2024 in zwei Kämpfen nach Punkten bezwungen hatte. Rang zwei belegte Derek Chisora. Diese Einschätzung passt zu früheren Aussagen Usyks, der Chisora mehrfach als einen der physisch forderndsten Gegner seiner Profilaufbahn bezeichnet hatte.
Dann kam die Pointe. Den härtesten Treffer seines Lebens habe er nicht von einem Champion oder Top-Herausforderer kassiert, sondern als Kind von einem Pferd. Usyk schilderte die Szene bereits früher sehr direkt: Mit zwölf Jahren habe ihn das Tier am Kopf erwischt – sein erster „klarer Knockout“, lange bevor er überhaupt seinen ersten Kampf bestritten hatte.
Für europäische Fans hat diese Geschichte auch deshalb Reiz, weil sie Usyks öffentliches Bild einmal mehr schärft. Der Ukrainer ist einer der prägenden Boxstars Europas, sportlich hochpräzise und abseits des Rings kaum berechenbar. Im Schwergewicht bleibt die Lage weiter offen: Neben Fury werden auch Anthony Joshua und Daniel Dubois als nächste große Themen gehandelt. Die eigentliche Wirkung wird aber erst der nächste Vertrag entfalten – dann, wenn Usyk festlegt, wer als Nächstes um seine Gürtel kämpfen darf.