Vor seiner Rückkehr in den Ring trifft Tyson Fury am 11. April im Tottenham Hotspur Stadium in London auf Arslanbek Makhmudov. Schon vor dem Schwergewichtskampf ist klar: Über dem Abend schwebt vor allem die Frage, ob danach endlich der Showdown mit Anthony Joshua möglich wird. Für den britischen Boxmarkt ist das eine Schlüsselkonstellation, weil ein Duell der beiden seit Jahren als größter nationaler Kampf gilt, der nie zustande kam.
Fury machte im Gespräch mit Sky Sports deutlich, dass er für ein Joshua-Duell offen ist – allerdings erst nach der Aufgabe gegen Makhmudov. Damit setzt er den sportlichen Rahmen selbst: Zunächst muss der frühere Champion zeigen, dass er nach seinen Niederlagen gegen Oleksandr Usyk wieder auf Spitzenniveau boxen kann.
Genau darin liegt der Kern dieses Kampfs. Für Fury geht es nicht nur um ein Comeback, sondern um seine Stellung in der Gewichtsklasse. Ein überzeugender Auftritt würde den Druck auf die Branche erhöhen, endlich Fury gegen Joshua zu realisieren. Gerät er dagegen erneut ins Wanken, verliert das Szenario massiv an Zugkraft. Auch Makhmudov steht unter Druck: Mit einem Sieg gegen einen der bekanntesten Namen der Division würde er sich schlagartig in die Nähe der größten Kämpfe im Schwergewicht schieben.
Für Fans in Europa ist der Abend besonders relevant. Fury ist eine der prägenden Figuren des britischen Boxens, London bietet die passende Bühne, und das Tottenham Hotspur Stadium hat sich als feste Adresse für große Kampfabende etabliert. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 23.00 Uhr MESZ. Übertragen wird das Event in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Netflix.
Die Richtung ist damit klar: Erst Makhmudov, dann womöglich Joshua. Der 11. April wird zeigen, ob Fury sportlich und wirtschaftlich noch einmal die Tür zu einem der größten verbliebenen Schwergewichtsduelle aufstoßen kann.