Vor dem Duell Tyson Fury vs. Arslanbek Makhmudov am 11. April im Tottenham Hotspur Stadium in London hat der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister für Klarheit gesorgt. Fury bestätigte in dieser Woche, dass SugarHill Steward auch für diesen Kampf sein Cheftrainer bleibt. Damit beendet er die Diskussionen um mögliche Veränderungen in seinem Lager frühzeitig. Für europäische Boxfans ist das Duell auch deshalb relevant, weil London längst wieder zu einem der wichtigsten Austragungsorte für große Schwergewichtsabende geworden ist.
Gerade bei Fury wird jede Personalie aufmerksam verfolgt, besonders nach längeren Ringpausen. Die Zusammenarbeit mit Steward prägte zuletzt entscheidend seinen offensiveren Stil und gehörte zu den wichtigsten sportlichen Faktoren seiner erfolgreichsten Auftritte. Fury betonte nun, dass Steward seit 16 Jahren Teil seines Umfelds sei und weiterhin eine zentrale Rolle im Team spiele.
Sportlich steht für beide viel auf dem Spiel. Fury muss zeigen, dass er trotz Inaktivität sofort wieder auf Spitzenniveau agieren kann und im Titelrennen des Schwergewichts ein entscheidender Name bleibt. Makhmudov wiederum bekommt die Chance, sich mit einem Sieg endgültig in der erweiterten Weltspitze festzusetzen und aus dem Kreis der gefährlichen Außenseiter auszubrechen.
Für den europäischen Markt hat der Kampf zusätzlich Gewicht: Fury ist in Großbritannien einer der größten Namen des Sports, Makhmudov hat sich mit seiner Physis und seinem Vorwärtsdrang auch außerhalb Nordamerikas einen Ruf erarbeitet. Eine offizielle DACH-Übertragung wurde bislang nicht bestätigt. Der Hauptkampf beginnt voraussichtlich gegen 23.00 Uhr MESZ, abhängig vom Verlauf der Vorkämpfe.
Fury machte zudem deutlich, dass ihm die Zeit außerhalb des Rings schwergefallen sei. Das spricht für hohe Motivation vor dem Comeback. In London wird sich zeigen, ob diese Entschlossenheit in eine dominante Leistung umschlägt oder ob Makhmudov den Abend für seinen größten Karriereschritt nutzt.