Usyk und Joshua bei Usyk 17 Promotions: Kyiv-Besuch mit Signalwirkung für den Schwergewichtsboxen

Dmitriy Kel 21. März 2026 08:28

Nicht der Ring, sondern Kyiv stand diesmal im Mittelpunkt: Oleksandr Usyk führte Anthony Joshua am 21. März bei dessen erstem Besuch in der Ukraine durch die Hauptstadt. Der gemeinsame Auftritt fällt mit einer Veranstaltung von Usyk 17 Promotions in Lisnyky bei Kyiv zusammen, bei der ukrainische Talente ins Rampenlicht rücken sollen. In einer Phase, in der große Namen im Boxen immer häufiger auch als Promoter und politische Symbolfiguren auftreten, ist das mehr als ein freundschaftlicher Fototermin.

Usyk veröffentlichte Eindrücke des Treffens in den sozialen Netzwerken und zeigte Joshua nach eigenen Angaben Teile der ukrainischen Kultur sowie traditionelle Speisen. Sportlich ist die Konstellation bemerkenswert: Usyk nahm Joshua in ihren beiden Titelkämpfen die Schwergewichtskrone ab und prägte damit die Königsklasse der vergangenen Jahre. Dass beide nun demonstrativ respektvoll auftreten, verleiht ihrer Geschichte eine neue Note.

Aus europäischer Sicht ist der Besuch besonders relevant. Usyk ist einer der prägendsten Boxer des Kontinents, Joshua bleibt trotz seiner globalen Reichweite auch für den DACH-Markt ein Zugpferd. Ein gemeinsamer Termin in Kyiv erzeugt daher Aufmerksamkeit weit über die Ukraine hinaus. Zugleich stärkt Usyk damit sein eigenes Projekt: Mit Usyk 17 Promotions versucht er, dem heimischen Nachwuchs internationale Sichtbarkeit zu verschaffen.

Für die Gewichtsklasse hat das ebenfalls Bedeutung. Usyk balanciert derzeit seine Rolle als Champion, Veranstalter und Aushängeschild des ukrainischen Boxens. Jeder öffentliche Schritt wird deshalb auch als Hinweis auf seine nächsten Prioritäten gelesen. Der Blick geht nun auf den nächsten großen Termin und darauf, ob Usyk sportlich aktiv bleibt, während sein Einfluss außerhalb des Rings weiter wächst.

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