Krasiyuk erklärte sofort klar seine Position: "Aus sportlicher Sicht – ich spreche nicht für die ganze Welt, ich spreche für mich – ich sehe es zum Beispiel nicht." Ihm zufolge könnte trotz Verhoeven's Status als einer der Größten in der Geschichte des Kickboxens ein echter Wettkampf nur in einer anderen Sportart entstehen. "Es gäbe Intrigen, wenn sie nach Kickbox-Regeln kämpfen würden. Oder wenn sie ringen würden, ich weiß nicht... Oder Schach spielen würden – dann gäbe es Intrigen", bemerkte er.
Alexander betonte Usyks Dominanz im klassischen Boxen: "Wenn Rico in Usyks Gebiet tritt, wo Joshua, Fury nicht gewinnen konnten, und hier wird uns versichert, dass Rico, ein Kickboxer, kommen und Usyk schlagen kann, dann fehlt, sagen wir, die Intrige etwas. Gelinde gesagt." Krasiyuk hält solch eine Erzählung aus rein sportlicher Sicht für wenig überzeugend.
Gleichzeitig fügte er hinzu, dass die Situation durch Show-Elemente umgekehrt werden könnte: "Aber diese Intrige kann umgekehrt werden. Zum Beispiel durch den Ort – Gizeh. Man kann etwas anpassen, ein wenig Informationen geben, erzählen, wie furchterregend Rico in der Vergangenheit war. Peter Fury wird etwas Würze hinzufügen." Seiner Meinung nach sind es diese Marketing-Moves, die das öffentliche Interesse entfachen können.
"Ich glaube nicht, dass es aus kommerzieller Sicht der größte, herausragendste Kampf sein wird, aber ich denke, er wird nicht unbemerkt bleiben", schloss Krasiyuk.
Der Kampf Usyk gegen Verhoeven, der am 23. Mai bei den Pyramiden in Gizeh, Ägypten, stattfinden wird, wurde bereits als freiwillige Verteidigung des WBC-Schwergewichtstitels bestätigt.