Oleksandr Usyk, der aktuelle WBA-, WBC- und IBF-Schwergewichtsweltmeister, enthüllte Details seiner psychologischen Vorbereitung auf die Kämpfe mit Tyson Fury. Der ukrainische Boxer verfolgte einen ungewöhnlichen Ansatz, indem er die autobiografischen Bücher seines britischen Gegners studierte.
Usyk zufolge bereitete ihm die Rivalität mit Fury besondere Freude, gerade wegen der tiefen Analyse seiner Persönlichkeitsmerkmale des Gegners. Er las die beiden Bücher des 'Gypsy King' sorgfältig und konzentrierte sich darauf, psychologische Schwachstellen zu finden.
Der Schlüsselmoment war eine Kindheitserinnerung von Fury, die in einem der Bücher beschrieben wurde: Als Kind hatte er Angst, allein zu Hause zu bleiben. Usyk beschloss, diese Information als Druckmittel zu nutzen.
'Erinnere dich, als ich ihn anderthalb Jahre lang erschreckte: 'Hab keine Angst, ich lasse dich nicht allein.' Ich las im Buch, dass er als Kind Angst hatte, allein zu Hause zu bleiben. Und das ist ein Signal aus der Kindheit, wenn er hört: 'Hab keine Angst, ich lasse dich nicht allein...' Er schrieb, dass er es fürchtete, allein zu sein. Und ich gab ihm diesen Satz: 'Hab keine Angst, ich lasse dich nicht allein.' Dieser Moment funktionierte', sagte Usyk in einem Interview mit Andrey Bednyakov.
Der Effekt des Satzes zeigte sich sogar in einer angespannten Situation. Während eines der Face-offs am Tisch fragte ein britischer Journalist Fury, ob er die Bedeutung von Usyks Worten verstehe. Tysons Reaktion offenbarte innere Verwirrung.
'Und sogar als wir während des Showdowns am Tisch saßen, fragte ihn ein cooler britischer Journalist: 'Verstehst du, was er sagt?' Und er sagte irgendwie 'Nein'. Aber ich sah, dass dieses 'Nein' war wie: 'Warum sagt er das? Was ist das?' Es machte ihn durcheinander. Und ich wollte nur mit ihm spielen', fügte der Champion hinzu.
Erinnere dich, dass Usyk 2024 Fury zweimal nach Punkten besiegte.