Anthony Joshuas Promoter Eddie Hearn gab erstmals detaillierte Informationen über den Zustand des ehemaligen Weltmeisters im Schwergewicht nach einem schrecklichen Unfall am 29. Dezember auf der Lagos-Ibadan-Schnellstraße. In dieser Katastrophe kamen zwei enge Freunde und Teammitglieder des Boxers ums Leben.
"Ich habe Anthony letzte Woche getroffen. Körperlich erholt er sich – das ist schon gut. Aber emotional und geistig ist es für ihn noch sehr schwierig", gab Hearn in einem Interview mit BoxingScene zu.
Dem Promoter zufolge wird das Thema der Rückkehr in den Ring derzeit überhaupt nicht angesprochen:
"Viele Leute fragen mich ständig: 'Wann wird Joshua wieder kämpfen?' Und ich antworte ehrlich – das haben wir noch nicht besprochen. Das Wichtigste ist es jetzt, ihm Raum und Zeit zu geben. Er muss sich vollständig von den Verletzungen erholen, um seine Freunde trauern und die Familien von Sina und Latif unterstützen zu können. Nur wenn er sich selbst bereit fühlt, wird er sagen: 'Okay, ich kehre ins Fitnessstudio zurück.' Und dann werden wir über das Trainingslager nachdenken. Bis dahin – Stille."
Hearn betonte, dass Joshua durch eine tiefe persönliche Tragödie geht: Die Verstorbenen waren nicht nur Kollegen, sondern Menschen, mit denen er langjährige vertrauensvolle Beziehungen teilte.
Erinnern wir uns, dass der Lexus-SUV, in dem Joshua am 29. Dezember unterwegs war, mit hoher Geschwindigkeit auf einen geparkten Lkw prallte. Der Fahrer erschien später vor Gericht – es wurde vorläufig berichtet, dass er die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritt und nicht über alle notwendigen Unterlagen verfügte. Joshua selbst erlitt Verletzungen, wurde jedoch Anfang Januar aus dem Krankenhaus entlassen. Seitdem ist er kaum noch in der Öffentlichkeit aufgetreten und meidet Gespräche über den Sport.