Schwergewichts-Ikone stellt Rocky Marcianos Erbe in Frage: "Der Rekord sollte mir gehören"

Ronald Crawley 27. Februar 2025 19:10

Larry Holmes, der ehemalige Schwergewichts-Champion, bekannt als "The Easton Assassin", stand einst kurz davor, Rocky Marcianos legendären Rekord von 49:0 zu erreichen. Doch sein Streben nach diesem Meilenstein endete mit einer überraschenden Wendung.

Holmes beherrschte die Schwergewichtsklasse von 1978 bis 1985 und besiegte namhafte Gegner wie Muhammad Ali, Earnie Shavers und Trevor Berbick. Damit war er auf dem besten Weg, mit Marcianos Ungeschlagenheit gleichzuziehen, einem Rekord, der seit 1956 Bestand hatte, als "The Brockton Blockbuster" mit 32 Jahren in den Ruhestand ging.

Marcianos perfekter Rekord von 49:0 beinhaltete eine vierjährige Regentschaft als Schwergewichts-Champion von 1952 bis 1956. Er verteidigte seinen Titel sechs Mal gegen harte Gegner wie Ezzard Charles und Jersey Joe Walcott, bevor er 1955 nach einem Sieg über Archie Moore seine Handschuhe an den Nagel hängte.

Holmes' Chance, diese historische Marke zu erreichen, kam 1985, als er in seinem 49. Profikampf gegen Michael Spinks antrat. Der Kampf endete mit einem Entscheidungssieg von Spinks, der Holmes seine erste Profi-Niederlage beibrachte.

In einem kürzlich geführten Interview mit dem GQ Magazine äußerte sich Holmes zu diesem entscheidenden Moment:

"Nein, das habe ich nicht gedacht. Ich dachte, es war knapp, aber ich habe nicht verloren. Er hat gar nichts gemacht!"

Obwohl er der Meinung war, dass er hätte gewinnen müssen, überraschte Holmes viele mit seiner nächsten Aussage:

"Aber wisst ihr was? Ich war eigentlich froh, dass sie mir die Entscheidung nicht gegeben haben. Denn dann hatte ich nichts mehr zu beweisen. Wenn sie sagen wollen, dass Rocky Marciano der Größte war, können sie das sagen. Wenn sie sagen wollen, Muhammad Ali war der Größte, dann können sie das sagen. Ich wollte als der Klügste enden, nicht als der Größte. Ich wollte nicht ständig kämpfen und dem gerecht werden müssen."

Holmes' Sichtweise zeigt, dass es ihm wichtiger war, für seine Intelligenz in Erinnerung zu bleiben, als Rekorde zu jagen. Nach dem Kampf gegen Spinks musste er einige weitere Niederlagen einstecken, darunter ein Rückkampf gegen Spinks und ein Kampf gegen Mike Tyson.

Dass Holmes den Rekord von Marciano knapp verfehlt hat und wie er den Ausgang des Kampfes einschätzt, ist ein interessantes Kapitel in der Geschichte des Boxsports. Es ist eine Erinnerung daran, dass das Streben nach Größe manchmal unerwartete Wendungen nehmen kann.

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